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Am Flughafen München soll nun auch ganz offiziell Ultrafeinstaub gemessen werden.

Flughafen München

Umweltminister verspricht Ultrafeinstaub-Messungen am Flughafen

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Das dürfte auch Gemeinden wie Wartenberg freuen, die bislang auf eigene Faust Messungen durchgeführt haben: Im Umfeld des Flughafens München wird demnächst auch von Regierungsseite Ultrafeinstaub gemessen. Das hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) bei einer Veranstaltung in Neufahrn bestätigt. Mehrere Standorte für zwei ankündigte Messstationen sind im Gespräch.

Flughafen– Der Freisinger FW-Landtagsabgeordnete Benno Zierer, der sich seit Langem für die Messungen einsetzt, sieht sich damit am Ziel seiner Bemühungen. Das erklärt er in einer Pressemitteilung.

„Wir arbeiten in der Regierungskoalition seit über einem Jahr an einer Messstrategie, die den Flughafen umfasst“, erklärt Zierer. Damit leiste Bayern einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Gesundheitsgefahren durch die ultrafeinen Partikel. „Wir tragen damit auch den Bedürfnissen der Bevölkerung Rechnung, genauere Informationen über die Belastungssituation im Flughafen-Umland zu erhalten.“

Zierer zufolge sollen zunächst zwei Messstationen errichtet werden. In Abstimmung mit dem Bürgerverein Freising hat der FW-Abgeordnete dem Umweltministerium Vorschläge für mögliche Standorte unterbreitet, unter anderem im Süden von Freising, in Hallbergmoos, im Gemeindebereich von Neufahrn oder in Schwaig. „Diese Vorschläge werden gerade geprüft“, sagt Zierer.

Der Bürgerverein führt seit Jahren selbst Messungen mit mobilen Geräten durch. Auch in Wartenberg sprang man auf diesen Zug auf, aus dem Fraunberger Gemeinderat kam die Zusage, die Nachbarn dabei zu unterstützen.

Die Eigeninitiative beruht vor allem auf der Kritik, dass am Flughafen bislang keine offiziellen Ultrafeinstaub-Messungen durchgeführt wurden. Die Vertreter der Flughafengesellschaft wiesen in diversen Gemeinderäten wie in Wartenberg oder Oberding allerdings stets darauf hin, dass die Wissenschaft noch keine verlässlichen Vergleichs- und Grenzwerte geschafften habe.

Die FW hatten Ultrafeinstaub im Jahr 2017 mit einer Expertenanhörung erstmals auf die Agenda im Landtag gesetzt. In der vergangenen Legislaturperiode waren alle Vorstöße gescheitert, eine bayerische Monitoring-Strategie für Ultrafeinstaub zu etablieren. „Das änderte sich mit der Regierungsbeteiligung der Freien Wähler“, heißt es in deren Mitteilung. Das Umweltministerium habe Mittel für die Beschaffung der komplexen Messgeräte im Haushalt bereitgestellt. Zudem sei das Landesamt für Umwelt beauftragt worden, in einem auf drei Jahre angelegten Projekt die Zusammensetzung der ultrafeinen Partikel zu erforschen. Im Dezember verabschiedete der Umweltausschuss des Landtags einen Antrag von FW und CSU, mit dem die Staatsregierung aufgefordert wurde, Messungen im Flughafen-Umfeld zu prüfen. „Damit haben wir den politischen Auftrag gegeben, der jetzt umgesetzt wird“, erklärt Zierer.

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