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Nicht nur Pakete, auch Briefe werden kurz vor Weihnachten immer noch gerne verschickt. 

Am Flughafen

Weihnachtspost sorgt für Hochbetrieb im Briefzentrum

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Flughafen - Weihnachten bedeutet Ausnahmezustand an den Briefzentren der Deutschen Post. Am Flughafen ist das nicht anders. 2,4 Millionen Sendungen sind dort täglich zu bearbeiten.

„Starkverkehr“ – mit diesem wenig festlichen Wort bezeichnet die Deutsche Post die Phase vor den Weihnachtsfeiertagen, an denen in den 82 deutschen Briefzentren Ausnahmezustand herrscht – das Briefzentrum Freising am Flughafen (Kammermüllerhof) ist da keine Ausnahme.

Nicht nur das Paketaufkommen steigt vor dem Fest, auch der Briefverkehr legt deutlich zu: „Die klassische Briefmenge verdoppelt sich nahezu“, berichtet Post-Pressesprecher Erwin Nier. Etwa 65 Millionen Briefsendungen täglich erwartet die Deutsche Post bundesweit dieses Jahr in der Zeit vor dem Fest. Der absolute Höchstwert liegt bei etwas über 100 Millionen.

Auch im Briefzentrum Freising gibt es jedes Jahr einen enormen Zuwachs. Der maximale „Brief-Durchsatz“ liegt dort bei etwa 1,8 Millionen Briefen täglich – an Weihnachten steigt die Zahl laut Nier auf bis zu 2,4 Millionen. Dazu sagt Nier: „Neben der traditionellen Weihnachtspost mit vielen glitzernden Briefen kommen inzwischen immer mehr kleine Waren- und Büchersendungen hinzu, die ebenfalls mit der Briefpost verschickt werden – der boomende Onlinehandel wirkt sich eben nicht nur auf die Paketzustellung aus.“

Die Postler wissen das. „Schon im September beginnen die Planungen für die Vorweihnachtszeit, die eigentlich bereits im Oktober anfängt“, erzählt der Pressesprecher. Damit die Post auch in der Hochphase zuverlässig und schnell bei den Empfängern ankommt, suche man schon im Sommer zusätzliches Personal für alle Einsatzbereiche: In der Bearbeitung der Sendungen im Briefzentrum steigt die Zahl der Mitarbeiter ebenso wie in der Zustellung.

Über zusätzliche Kräfte allein ließe sich das Weihnachtsgeschäft allerdings nicht stemmen, wie Nier informiert. Deshalb arbeite auch die Stammbelegschaft in der Hochphase mehr als sonst, entweder durch Überstunden oder indem Teilzeitkräfte vorübergehend ihre Wochenarbeitszeit aufstocken. Nier: „Auch die Techniker im Briefzentrum arbeiten in dieser Zeit mit verstärkter Mannschaft, denn eine technische Störung an einer der Maschinen muss in der Starkverkehrszeit besonders schnell behoben werden.“

Trotz Stress sei die Stimmung im Briefzentrum allerdings gut: „Das Gemeinschaftsgefühl ist vor Weihnachten besonders ausgeprägt, weil jeder weiß, dass wir alle an einem Strang ziehen müssen, um die Starkverkehrsphase gut zu bewältigen“, sagt Hermann Mayer, Leiter des Briefzentrums.

Ihren Höhepunkt erreicht die Zahl der Briefsendungen jetzt – in der Woche vor Heiligabend. Am 24. Dezember sind die Zusteller noch einmal voll im Einsatz. Im Briefzentrum wird es dagegen schon ruhiger, die meisten Mitarbeiter gehen schon am Vormittag, am Nachmittag ist dann auch für alle anderen Feierabend. Erst am 27. Dezember geht es weiter, dann aber mit deutlich weniger Sendungen.

Gut zu wissen:

Weihnachtspost hat eine lange Tradition: Den ersten bekannten Weihnachtsgruß verschickte der deutsche Arzt Michael Maier bereits im Jahr 1611 an König Jakob I. von England und dessen Sohn Henry Frederick. Die erste gedruckte Weihnachtskarte wurde 1843 in London von Sir Henry Cole produziert und verkauft. In Deutschland sind Weihnachtskarten erst etwa seit dem Ersten Weltkrieg verbreitet, zuvor wurden Grüße zum Fest meist auf Briefbögen mit Randornamenten, den „Wunschblättern“, versendet.

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