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Expertise aus dem Erdinger Moos: Die Flughafen München GmbH engagiert sich die nächsten 35 Jahre am bulgarischen Hauptstadt-Airport in Sofia.

Oberstes bulgarisches Verwaltungsgericht erlaubt Konzession mit französischem Investor

FMG wird Betreiber des Flughafens Sofia

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Das Erdinger Moos ist nicht genug: Ein weiteres Mal beteiligt sich der Flughafen München am Betrieb eines ausländischen Airports – dem in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Jetzt hat die Justiz der FMG und dem französischen Investor Meridiam den Weg zu einer 35 Jahre währenden Konzession geebnet. Das teilt FMG-Sprecher Ingo Anspach mit.

VON HANS MORITZ

Flughafen – Das Erdinger Moos ist nicht genug: Ein weiteres Mal beteiligt sich der Flughafen München am Betrieb eines ausländischen Airports – dem in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Jetzt hat die Justiz der FMG und dem französischen Investor Meridiam den Weg zu einer 35 Jahre währenden Konzession geebnet. Das teilt FMG-Sprecher Ingo Anspach mit.

Das bulgarische Transportministerium hatte den Zuschlag an die deutsch-französische Partnerschaft bereits vor einem Jahr erteilt. Da die Wettbewerber diese Entscheidung jedoch angefochten hatten, musste der Ausgang des Rechtsstreits abgewartet werden. „Mit dem Gerichtsurteil ist die Konzession nun endgültig vergeben. Die Vorbereitungen auf die Übernahme des Betriebs des bulgarischen Hauptstadtflughafens nehmen Fahrt auf“, berichtet Anspach. Die FMG trete hier mit ihrer Expertise auf, nicht als Investor, betont er.

Meridiam und die FMG verfügen bereits über umfangreiche Erfahrungen im internationalen Flughafenmanagement. Die Franzosen sind aktuell unter anderem an den Flughäfen La Guardia Central Terminal (New York, USA), Queen Alia International (Jordanien) und Ivato (Madagaskar) engagiert. Auch die Flughafen München Gesellschaft ist längst ein Global Player (siehe Kasten).

In Bulgarien werden FMG – hier ist der Konzern selbst und nicht ihre Tochter Munich Airport International (MAI) aktiv – und Meridiam ihre Flughafenexpertise bündeln und gemeinsam die Geschicke des Flughafens Sofia lenken. „Wir werden unsere Stärken bei Verkehrsentwicklung, Passagierqualität, Betriebseffizienz und kommerzieller Flughafenentwicklung einsetzen, um die Folgen des Passagiereinbruchs aufgrund der Corona-Krise schnellstmöglich zu überwinden“, betont der zuständige Manager für das internationale Geschäft bei der FMG, Dr. Ralf Gaffal. „Wir freuen uns auf die Aufgabe und eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt Sofia und der bulgarischen Regierung.“

FMG und Meridiam sind überzeugt, dass die Hauptstadt Sofia sowie Bulgarien vom Engagement profitieren werden. „Das geplante Investitionsprogramm wird die wirtschaftliche Regenerierung des Landes nach der Corona-Krise beschleunigen“, betont Anspach. Dabei werde „ein Fokus auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und soziales Engagement gelegt“.

Beide Partner haben sich laut Anspach „auch ambitionierte Ziele bei der Reduzierung der CO2-Emissionen am Flughafen Sofia gesetzt“. Neben dem Umwelt- und Klimaschutz sollen zudem die Flughafenmitarbeiter profitieren. „Wir wollen die Erfahrung und Expertise, die wir durch den erfolgreichen Betrieb des Münchner Flughafens erworben haben, durch einen gezielten Wissenstransfer und die systematische Ausbildung von Mitarbeitern nach Bulgarien bringen“, erklärt Thomas Weyer, FMG-Geschäftsführer für Finanzen und Infrastruktur. „Uns ist die Weiterbildung und Qualifikation der lokalen Mitarbeiter sehr wichtig. Wir werden mit unserer Airport Academy hier einen wichtigen Beitrag leisten“, so Weyer.

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