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Sehenswerte Ausstellung: Dietmar Plath (r.) erklärte Hartmut Mehdorn und Michael Kerkloh (l.), wie dieses Bild über der Außenelbe entstanden ist: Aus der Heckklappe einer Transall heraus. 

Fotoausstellung am Münchner Flughafen

„Der Beste seiner Art“

„Übrigens: Die Fotos sind auch gut!“ Flughafenchef Michael Kerkloh hätte bei der Eröffnung der großen Fotoausstellung unter dem Titel „Up and away“ im Besucherpark des Flughafens beinahe jede Bildkritik vergessen.

Flughafen – Dietmar Plath, der über 500 Flughäfen in 130 Ländern auf dem ganzen Globus besucht hat, um dort Flugzeuge zu fotografieren, hat 20 der wohl besten Arbeiten auf dem Weg von der S-Bahn zum Besucherpark auf Betonfundamente gestellt und damit eine Freiluft-Ausstellung zusammengetragen, die sehenswert ist.

Für Kerkloh ist diese Werkschau eine sinnvolle Ergänzung zu dem übrigen Angebot des Airports. In seiner Begrüßung stellte er nämlich klar, dass der wirtschaftliche Erfolg des Flughafens nicht mehr allein auf der Luftfahrt basiere. Der Flughafen selbst sei zum Ziel von Ausflügen und Reisen geworden, und eine solche Ausstellung trage zur Attraktivität bei.

Die Laudatio hielt der langjährige Wegbegleiter des Fotografen, Hartmut Mehdorn war selbst 28 Jahre lang bei Airbus tätig. Dieses Unternehmen wurde vor 50 Jahren aus der Taufe gehoben, der eigentliche Anlass für diese Ausstellung, die ausschließlich Flugzeuge dieses europäischen Herstellers zeigt.

Mehdorn bezeichnete den Fotografen als „möglicherweise sogar den besten seiner Art in Deutschland“. Dieser verriet, unter welchen Bedingungen seine Bilder zum Teil entstehen: etwa mit Gurten gesichert in der geöffneten Heckklappe einer Transall.

Der inzwischen 63 Jahre alte Fotograf aus der Gegend von Bremen, von dem bald eine Biografie erscheint, denkt noch lange nicht ans Aufhören. 30 Bildbände hat er schon veröffentlicht. Fünf weitere seien in Arbeit. Ausgestellt habe er allerdings nur sehr selten.

Der gelernte Industriekaufmann wurde später Leiter der Unternehmenskommunikation bei Airbus in Deutschland, ist jetzt Herausgeber der Zeitschrift „Aero International“ und ist, was die Fotografie angeht, Autodidakt. Vor den Vernissage-Gästen erklärte er, wie er seine Reisen plant. So seien die Jahreszeiten und mit ihnen die Stunden, in denen die Sonne scheint, ein ganz wesentliches Kriterium für gute Bilder. Die Ausstellung ist bis Ende Oktober zu sehen.  klk

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