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Freie Wähler liebäugeln mit Fusions-Großflughafen München-Nürnberg

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Erding - Die Freien Wähler sehen einen Ausweg im Streit um den Bau der dritten Start- und Landebahn im Erdinger Moos.

In der Kreisversammlung der Freien Wähler (FW) stellte Siegfried Rübensaal den Mitte Oktober bekannt gewordenen Vorstoß von FW-Landeschef Hubert Aiwanger vor. Ihm schwebt, wie berichtet, vor, die Airports München und Nürnberg zu vereinen und mit einer ICE-Strecke zu verbinden - Fahrzeit des Shuttles: 47 Minuten. „Toll an dieser Idee ist, dass wir hier keine dritte Bahn bräuchten, dafür aber das strukturschwache Franken mit einer zweiten aufwerten könnten“, so Rübensaal.

In Nürnberg sei längst nicht mit einem so großen Widerstand zu rechnen. Die für den Ausbau des Münchner Flughafens erforderlichen Flächen, aber auch freiwerdende Gelder könnten laut Rübensaal genutzt werden, um die Bodeninfrastruktur hier zu verbessern - „neben der ICE-Anbindung auch Ringschluss und Walpertskirchener Spange“. Dafür könnten auch EU-Fördergelder abgerufen werden, denn Projekte in Metropolregionen würden gesondert gefördert. Laut Rübensaal ein weiterer Vorteil: Es müssten keine Flüge mehr zwischen München und Nürnberg mehr stattfinden. Nicht zu unterschätzen sei auch, „dass Politiker wie Horst Seehofer, Martin Zeil und Christian Ude auf den Ausbau im Moos verzichten können, ohne ihr Gesicht zu verlieren“.

Hans Balbach sprach von einer „schlechten Idee“. Denn bislang habe man keinen Bedarf für die dritte Bahn gesehen. „Mit diesem Vorstoß erkennen wir diesen aber ganz klar an.“

(Hans Moritz)

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