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Für den XXL-Flug setzt Lufthansa wieder einen Airbus A350 ein.

Längster Passagier-Direktflug der Welt: Lufthansa bricht erneut zu Falkland Inseln auf

Ein Rekord ist nicht genug

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Der Rekord war bereits Ende Januar aufgestellt worden: Mit 13 000 Kilometern und 15 Stunden nonstop zu den Falkland Inseln südöstlich von Südamerika absolvierte die Lufthansa den längsten Passagierflug aller Zeiten. Nun machte sich erneut eine Crew auf den Weg.

Erding – Der Start erfolgte in München. Denn Lufthansa holte für den XXL-Flug wieder einen Airbus A350 aus dem Hangar. Die Flotte des derzeit modernsten Flugzeugs ist vor allem im Erdinger Moos angesiedelt. Erstes Etappenziel war Hamburg. Dort nahm die „Freiburg“ nicht nur 40 Besatzungsmitglieder des Forschungsschiffes Polarstern, sondern auch Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf.

Sie erhoben während des Fluges Messdaten, die weitere Erkenntnisse zu luftfahrtrelevanten Einflüssen des Erdmagnetfelds ermöglichen. Der zweite Falkland-Flug stand also im Dienst der Wissenschaft. Auftraggeber des Fluges war nach Angaben von Lufthansa-Sprecherin Bettina Rittberger das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), in Bremerhaven.

„Wir freuen uns, mit dem zweiten Flug auf die Falklandinseln nicht nur die Polarforschungsexpedition des AWI zu unterstützen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur weiteren Erforschung des Erdmagnetfeldes leisten zu können“, sagt Thomas Jahn, Flottenkapitän und Projektleiter Falkland. „Bereits seit mehr als 25 Jahren unterstützen wir Projekte zur Klimaforschung.“

Anlass für diesen erneuten Flug auf die Falklandinseln war nach Angaben Rittbergers der Wechsel der Polarstern-Besatzung und die Abholung der Teilnehmer Forschungsexpedition. Seit Anfang Februar erhebt ein Team von rund 50 Forschern des AWI im Südpolarmeer Daten zu Ozeanströmungen, Meereis und Kohlenstoffkreislauf, die unter anderem verlässliche Klimavorhersagen ermöglichen.

Auf dem Rückweg aus dem Forschungsgebiet stoppte die Polarstern in der Atkabucht, wo 25 weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Bord gingen: Das Sommerpersonal sowie das Überwinterungsteam der Neumayer-Station III. Letzteres kehrt dann nach über 15 Monaten in der Antarktis zurück nach Deutschland. Der Rückflug nach München erfolgte am Karfreitag.  ham

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