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Thomsd Bihler, Chef des Flughafenvereins (l.) hat den berühmten Tattookünstler Andy Engel für die Benefizaktion gewonnen.

Flughafenverein finanziert drei Rekonstruktionen per Tattoo

Neues Leben nach Brustkrebs

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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„Ein Tattoo für mehr Weiblichkeit“ ist die jüngste Hilfsaktion des Flughafenvereins überschrieben. Sie richtet sich nach den Worten von Vorsitzendem Thomas Bihler an Frauen mit Brustkrebs, bei denen eine Amputation unumgänglich war.

Flughafen – „Wir übernehmen die Kosten für drei Brustwarzenrekonstruktionen in Form eines 3D-Tattoos“, verspricht Bihler. Jede Frau, der die Brüste abgenommen werden mussten, kann beim Flughafenverein einen Antrag auf Kostenübernahme stellen.

Die Aktion soll Patientinnen überdies auf diese Möglichkeit aufmerksam machen, um ihnen wieder zu mehr Selbstwertgefühl und Lebensfreude zu verhelfen. Nicht zuletzt ist es ein Aufruf zur regelmäßigen Kontrolle und zur Früherkennung des Mammakarzinoms.

Bihler berichtet, dass er einen Freund habe, dessen Frau an Brustkrebs verstorben sei. Das Thema beschäftige ihn seither. Deshalb startet er mit dem Flughafenverein in Kooperation mit der Bayerischen Krebsgesellschaft und dem weltweit bekannten und renommierten Tätowierer Andy Engel diese Aktion. Nur etwa jede zweite Krankenkasse übernehme dafür die Kosten. Viele Patientinnen könnten es sich finanziell nicht leisten, ein Stück ihrer Weiblichkeit zurückzuerlangen. Engel hat übrigens bereits als 1000 Frauen neue Brustwarzen tätowiert. Das Ergebnis sehe täuschend echt aus.

Betroffenen können sich auch an die 13 psychosozialen Beratungsstellen der Bayerischen Krebsgesellschaft wenden.

So geht’s: Betroffene Frauen, die vom Flughafenverein unterstützt werden wollen, senden ihre Geschichte an den Flughafenverein München e.V., Postfach 23 17 55, 85326 München-Flughafen oder per Mail an info@flughafenverein.de. ham

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