Odyssee eines Syrers endet am Flughafen

Flughafen München - Das Flüchtlingselend findet mitten im Landkreis statt.

Der Mann, der am Montag am Münchner Flughafen aufgeschlagen ist, verdient eher Mitleid statt behördlicher Härte. Die Bundespolizei griff einen 24 Jahre alten Syrer auf, der eigenen Angaben zufolge bereits sieben Mal versucht hat, nach Deutschland zu kommen. Er dürfte das Opfer skrupelloser Schleuser sein. Sein Heimatland hat er aus Angst vor Verfolgung vor 15 Monaten verlassen. Seine Odyssee hatte den jungen Mann durch die Mittelmeerregion geführt, er war auch schon in einem Boot auf hoher See. Mehrere tausend Euro hat er inzwischen an Menschenschmuggler bezahlt. Im Erdinger Moos fiel er auf, weil er ohne Dokumente in einer Maschine aus dem griechischen Thessaloniki saß. Bei der Vernehmung musste der Syrer zugeben, es nie auf legalem Weg versucht zu haben. Die Beamten übergaben ihn dem Bundesamt für Flüchtlinge. Dort stellte er einen Asylantrag.

ham

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