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Der erste Haufen ist schon weg: Staatskanzleichef Florian Herrmann, Erdings OB Max Gotz, der Freisinger Landrat Josef Hauner, Domstadt-OB Tobias Eschenbacher, Finanzminister Albert Füracker, Verkehrsministerin Ilse Aigner, FMG-Chef Michael Kerkloh, MdL Ulrike Scharf, MdB Andreas Lenz und der Erdinger Landrat Martin Bayerstorfer beim feierlichen Tunnel-Spatenstich am Münchner Flughafen.

Spatenstich am Flughafen München

Endlich: Der S-Bahn-Ringschluss ist im Bau

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Nach 30 Jahren Diskussion und Planung hat der Bau des S-Bahn-Ringschlusses zwischen dem Flughafen und Erding offiziell begonnen. Gestern erfolgte der Spatenstich für den Tunnel im Osten des Airports.

Flughafen - Derzeit endet der S-Bahn-Tunnel unter dem Terminal 2-Satelliten. Mit dem Spatenstich setzten Finanzminister Albert Füracker, Verkehrsministerin Ilse Aigner, Flughafenchef Michael Kerkloh sowie Politiker aus den Kreisen Erding und Freising dessen Vortrieb sowie den Bau eines 1,8 Kilometer langen Gleiskörpers inklusive Wende- und Abstellanlage bei Schwaigerloh (Gemeinde Oberding) offiziell in Gang. Östlich des Flughafens taucht das Gleis auf einer 300 Meter langen Rampe an der Oberfläche auf, das Tunnelstück misst 1500 Meter.

In Schwaigerloh ist die erste neue Haltstelle geplant, danach geht es weiter bis Erding, wo die S-Bahn bislang endet. Für diese zwei weiteren Bauabschnitte besteht seit kurzem Baurecht beziehungsweise wird es Anfang 2019 erwartet.

Für den neuen Tunnel nimmt der Flughafen 115 Millionen Euro in die Hand, die der Freistaat als Airport-Miteigentümer per Kredit vorfinanziert. Die EU bezuschusst das Projekt mit 900 000 Euro.

Die FMG will den Tunnel-Rohbau bis 2021 fertig haben, um ihn dann der Bahn zum Endausbau und zur Nutzung zu überlassen. Der Flughafen bleibt Eigentümer. Ab 2025 soll das Teilstück bis Schwaigerloh, das mehr Zugbewegungen erlaubt, befahrbar sein. Nach aktueller Planung könnte der Ringschluss bis 2029 vollendet sein.

Der der ist dann mehr als nur eine S-Bahn-Anbindung des östlichen Fughafenumlands an Deutschlands zweitgrößten Flughafen. Denn in der Gesamtsumme von 800 Millionen Euro sind weitere Vorhaben enthalten. Ein weiteres Kernstück ist die Walpertskirchener Spange. Ist die gebaut, gibt es eine Direktverbindung Regensburg–Landshut–Flughafen–Salzburg. Künftig wird auch Fernverkehr auf der neuen Ost-West-Achse rollen. Kerkloh träumte beim Festakt gar von einer Einbindung in die europäische Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris-Bratislava.

Mit einem Augenzwinkern sagte der Flughafen-Chef, der Ringschluss sei ein Projekt, dass Region und FMG in seltener Einmütigkeit vorantrieben. Die bessere Schienenanbindung sei „dringend nötig“.

Füracker räumte die „sehr lange Planungszeit“ ein. Es gebe noch deutliche Schwächen bei der Infrastruktur. Deswegen sei es umso erfreulicher, dass es mit dem Ringschluss nun los- beziehungsweise weitergehe. Denn der westliche Ring bis Freising geht im Dezember in Betrieb.

Aigner sprach von einem „wegweisenden Schritt“. Es sei eine „Weichenstellung für die gesamte Region“. Die Wirtschaft boome, die Infrastruktur müsse Schritt halten. Nah-, aber auch Fernverkehr würden langfristig profitieren.

Aigner hatte aber auch den Straßenbau im Blick. Als eine der „zentralen Maßnahmen“ beschrieb sie den soeben genehmigtem abschnittsweisen dreispurigen Ausbau der Flughafentangente Ost (FTO).

Zeitgeschichtlicher Randaspekt: Vor exakt zwölf Jahren, am 5. September 2006, war der Grundstein für den neuen Berliner Flughafen gelegt worden. Hoffentlich kein schlechtes Omen, denn der ist immer noch nicht fertig.

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