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Christian Magerl

Sollen Ausbaumaßnahmen ein Hintertürchen für die dritte Bahn offenhalten? 

Startbahngegner wittern Kalkül hinter „Salamitechnik“ des Flughafens

Sauer stoßen Aufgemuckt-Sprecher Christian Magerl die weiteren Ausbaumaßnahmen des Flughafens auf. Letztlich wolle man so erreichen, die Startbahn über ein Hintertürchen über die bestehende Infrastruktur doch noch durchzusetzen, so seine Vermutung.

Flughafen – Das Strohfeuer ist zu Ende. So umschrieb der Sprecher des Aktionsbündnisses Aufgemuckt, Christian Magerl, in der Mitgliederversammlung im Grünen Hof in Freising die Wachstums-Euphorie des Flughafens. Allerdings dürfe man sich jetzt ja nicht einlullen lassen.

Zwar sei 2019 noch ein Passagier-Wachstum erkennbar gewesen, allerdings sei dieses im dritten Quartal bereits zurückgegangen. Auch bei den Flugbewegungen sei eine deutliche Abnahme ersichtlich, im Bereich Cargo-Transport sogar noch eindrucksvoller. Deshalb gebe es gar keinen Bedarf mehr an der dritten Start- und Landebahn, so Magerl. Auch, weil es in den vergangenen 12, 13 Jahren kaum Zuwachs an Flugbewegungen gegeben habe. Ziemlich „verhaut“ hätten sich da wohl die Gutachter 2007 und 2010 mit ihren Prognosen einer unendlichen Steigerung. Magerl ist sicher: „Die dritte Startbahn muss beerdigt werden.“ Tot sei sie jedoch noch nicht. Der Planfeststellungsbeschluss liege noch in der Schublade und müsse endlich zurückgenommen werden.

Sauer stoßen Magerl die weiteren Ausbaumaßnahmen des Flughafens auf. Letztlich wolle man so erreichen, die Startbahn über ein Hintertürchen über die bestehende Infrastruktur doch noch durchzusetzen.

Die Anwesenden beschäftigte die Frage: Darf der Flughafen bauen, wie und was er will? Stadträtin Katrin Stockheim (Freisinger Mitte) gab Auskunft darüber, dass sehr häufig Anträge vom Flughafen im Rathaus eintrudelten. Immer schön einzeln, nie als Gesamtpaket. Bei dieser „Salamitechnik“, so Stockheim, würde der Gesamtplan fehlen. Unter dem Aspekt „flughafenaffine Erweiterungen“ sei eine Beurteilung oft gar nicht so einfach, deshalb prüfe die Stadt Freising auch derartige Wünsche mit Hilfe eines Anwalts.

Ein weiteres Problem: Die Ultrafeinstaub-Belastung des Flugverkehrs. Oswald Rottmann zeigte auf, dass es in Freising je nach Windverwehungen bis zu 60 Tage im Jahr Silvester-Werte gebe. Nur eine stringente Reduktion von Kurzstreckenflügen oder die Entschwefelung von Kerosin bis hin zur Abschaffung von jeglichen Subventionen für Airlines seien gute Rezepte gegen eine Zunahme von Luftverschmutzungen.

Um sich vor diesen Feinstaub-Wolken rechtzeitig schützen zu können, hat der Fahrenzhausener Andreas Kern die Internetseite www.10nm.de entwickelt, die zwar schon ganz gut funktioniere, aber noch weiterentwickelt werde. Auf dieser Seite wird mit Hilfe von eingespeisten Messdaten und Windbewegungen ein Gefahren-Radius errechnet. Damit sei irgendwann auch eine gültige Vorwarnung für Schulen oder Kindergärten denkbar.

Aufgemuckt ruft derweil weiterhin zur Teilnahme an ihrer Petition gegen eine weitere Subventionierung für mehr Flugbewegungen auf. 12 000 Unterschriften gibt es bis jetzt. 

Richard Lorenz

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