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Terminal 2 bekommt einen Satelliten

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Flughafen - Ein Mammutprojekt ist jetzt am Flughafen im Moos angelaufen: Die Vorarbeiten für einen Erweiterungsbau von Terminal 2 - sozusagen einem Satelliten dazu - haben begonnen.

Während die dritte Startbahn noch in der Warteschleife der Genehmigung hängt, kommt der Ausbau auf dem Vorfeld-Ost rasch voran. Bekanntlich entsteht auf der Gepäckförderanlage ein Aufbau zur Abfertigung zusätzlicher Passagiere. Zum Bauende 2015 können dann 27 Flieger direkt am dann 600 Meter langen Gebäude andocken. Flughafensprecher Edgar Engert berichtet auf Anfrage: „Wir sind soeben dabei, die Baustelle am nördlichen Kopf der Gepäckanlage einzurichten.“ Dafür müssen fünf Positionen der Allgemeinen Luftfahrt (Kleinflieger) verlegt werden. Die Baufahrzeuge bekommen eine eigene Straße, auf dem Vorfeld wird die Vorfahrt geändert. Wenn diese Arbeiten fertig sind, ist der Sommer um - dann beginnt der eigentliche Bau, schätzt Engert.

650 Millionen Euro nehmen FMG und Lufthansa als gemeinsame Investoren und Betreiber in die Hand. „Zum Sommerflugplan 2015 soll der Satellit, der durch eine führerlose U-Bahn ans T 2 angebunden wird, in Betrieb gehen“, weiß Engert. Und dieses Projekt würde das Gefüge des Flughafens merklich verschieben: Das Vorfeld-Ost wird deutlich an das Gewerbegebiet Schwaig-Nord heranrücken, wo sich unter anderem Speditionen, aber auch die Lufthansa mit einem Trainingscenter angesiedelt haben. Die Zufahrt von der Erdinger Allee zur Allgemeinen Luftfahrt und zu den Terminals muss komplett nach Osten verschoben werden. Während der Arbeiten wird die Straße von Baufahrzeugen genutzt werden.

Die Planungen für den Satelliten begannen 2006. Ende 2010 gab der Aufsichtsrat Grünes Licht. Für FMG-Chef Michael Kerkloh ist es ein Prestigeprojekt: „Danach werden wir die Abfertigungskapazität des Frankfurter Flughafens erreicht haben.“

Noch nichts Neues gibt es hinsichtlich des Planfeststellungsbeschlusses für die dritte Startbahn. Ines Schantz, Sprecherin der Regierung von Oberbayern als Genehmigungsbehörde, sagte auf Anfrage nur: „Wir sind sehr weit, wir sind aber noch nicht fertig.“ Zu einem Zeitfenster, in dem die Entscheidung bekannt gegeben werden soll, äußerte sie sich nicht. Hans-Joachim Bues, Kommunikationschef des Flughafens, sagte: „Wir wissen natürlich auch nicht mehr, hoffen aber, dass der Beschluss bald ergeht.“

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