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Russischer Flieger parkt seit Monaten am Flughafen München - jeder Tag kostet Unsummen

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Von: Hans Moritz

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Endstation Flughafen München: Dieser Aeroflot-Airbus steht seit 27. Februar ungenutzt herum. Er schaffte es vor dem Flugverbot nicht mehr nach St. Petersburg zurück. © Hans Moritz

Einsam und verlassen steht am Flughafen München ein Airbus der russischen Fluggesellschaft Aeroflot. Seit Februar wurde der 158-Sitzer nicht mehr bewegt. Wann er wieder abhebt, weiß niemand.

Flughafen - Jeder Tag kostet 342 Euro „Parkgebühr“. Der Airbus ist ein Opfer des Angriffs Russlands auf die Ukraine am 24. Februar. Denn nur drei Tage später sperrte Deutschland wie viele andere Länder seinen Luftraum für alle Flüge von und nach Russland. Der Aeroflot-Airbus verpasste die letzte Möglichkeit, um vom Flughafen München aus wieder heimzukommen.

Wegen Ukraine-Krieg: Russischer Aeroflut-Airbus steckt am Flughafen München fest

Flughafensprecher Ingo Anspach berichtet, dass der Airbus am 27. Februar mit der Flugnummer SU 2826 aus St. Petersburg kommend im Erdinger Moos gelandet sei, laut Flugaufzeichnungen um 13.37 Uhr. Nur eine Stunde später, um 14.35 Uhr, sollte der Airbus wieder starten, als SU 2827 zurück nach St. Petersburg. Doch ehe es auf die Startbahn ging, erließ der Bund das Startverbot. Die Aeroflot-Maschine hing fest. Im Internet heißt es dazu bis heute, der Flug sei storniert. Die Crew dürfte längst auf Umwegen heimgereist sein.

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Doch was passiert nun mit dem Flieger, der gerade einmal sechs Jahre alt ist und je nach Ausstattung zwischen 80 und 120 Millionen US-Dollar kostet? Fest steht, er gehört gar nicht Aeroflot. Denn die offizielle Kennung, quasi sein Nummernschild, lautet VP-BET. Das ist kein russischer Code. Das B steht für die Bermudas. Das spricht dafür, dass Aeroflot die Maschine geleast hat. Die Airline selbst kann den Airbus erst abholen, wenn der Luftraum wieder geöffnet ist – also nach dem Krieg, was gar nicht absehbar ist.

Flughafen München: Russischer Flieger darf nicht nach St. Petersburg - Zukunft ungewiss

Oder, und das ist wahrscheinlicher, der Leasinggeber holt sich seinen Airbus zurück und sieht sich nach einer neuen Fluggesellschaft um. Solange produziert das Flugzeug Kosten – laut Flughafen-Sprecher Anspach Parkgebühren von 342 Euro am Tag – bisher sind mehr als 24 000 Euro zusammengekommen. Deutschlandweit ist nach Informationen unserer Zeitung gut ein Dutzend russischer Flugzeuge gestrandet. ham

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