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Mit vollem Flieger nach Kuba und Jamaika

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Salsa im Terminal 1: Ein Quartett der Santana-Dance-Formation stimmte die Passagiere auf den Urlaub auf Kuba und Jamaika ein. Und es rahmte die Offiziellen ein (v. l.): Condor-Stationsleiter Peter da Costa, Vertriebschef Achim Lameyer, FMG-Boss Michael Kerkloh und Flugbegleiterin Sarah Baumgarten-Crusis. Foto: priglmeir
Salsa im Terminal 1: Ein Quartett der Santana-Dance-Formation stimmte die Passagiere auf den Urlaub auf Kuba und Jamaika ein. Und es rahmte die Offiziellen ein (v. l.): Condor-Stationsleiter Peter da Costa, Vertriebschef Achim Lameyer, FMG-Boss Michael Kerkloh und Flugbegleiterin Sarah Baumgarten-Crusis. Foto: priglmeir

Flughafen - Nach sechs Jahren kehrt Condor mit einer Langstreckenflotte zurück - einer kleinen Flotte.

Von 1996 bis 1998 hat Achim Lameyer in Neufahrn gelebt. „Es war sehr schön dort“, sagt er und freut sich, dass er jetzt öfter in die Flughafenregion kommen darf. Er ist Vertriebsleiter der Condor Flugdienst GmbH, die nach sechs Jahren Pause wieder Interkontinentalflüge vom Erdinger Moos aus anbietet. Gemeinsam mit Flughafenchef Michael Kerkloh gab er am Montag den Startschuss für die neuen Verbindungen Santa Clara (Kuba) und Montego Bay auf Jamaika. Condor ist die einzige Airline in Europa, die Santa Clara, laut Lameyer „die weiße Rose im Garten des Kölnigs“, nonstop anfliegt. Die Route des Gabelflugs führt nach Santa Clara, dann über Montego Bay zurück nach München.

Kerkloh erinnert daran, dass Condor bereits seit 1973 mit dem Flughafen München kooperiere und allein seit 1992 vom neuen Airport im Erdinger Moos rund 22 Millionen Fluggäste befördert habe. Nur zwei Fluggesellschaften hätten seitdem mehr Passagiere gehabt, sagt Kerkloh und sagt: „Wir erinnern uns gern an das Drehkreuz zurück.“ Auch den anderen Offiziellen der Flughafen München GmbH (FMG) ist die Freude anzumerken, dass mal wieder so richtig was los ist im in die Jahre gekommenen Terminal 1. Und das Sahnehäubchen: Den Auftrag für die Bodenabfertigung bekam mit der Aeroground die FMG-Tochter und nicht etwa die Konkurrenz.

Frankfurt verlangt

höhere Gebühren

Wie berichtet, hatte Condor vor sechs Jahren sämtliche Interkontinentalflüge aus Münche abgezogen und sich mit diesem Geschäft auf Frankfurt konzentriert. Es sind nicht zuletzt die hohen Gebühren am größten deutschen Flughafen, die jetzt die Airline dazu bewogen haben, wieder nach Bayern zurückzukehren. Das ließ Lameyer durchblicken. Außerdem sei der Großraum München „ein super Einzugsgebiet“, sagte der Condor-Manager und lobte „das tolle Zubringernetz“.

Die ersten Buchungen, so ließ er durchblicken, machten der Fluglinie Mut. Die Auslastung der Flieger sei zwar in München „grundsätzlich immer ein bisschen niedriger als in Frankfurt“. Aber Lameyer ist zufrieden. Prozentangaben will er nicht verraten, den Gefallen wolle man der Konkurrenz nicht machen. Eine Zahl nennt er dann doch: „Der Flieger heute geht mit 254 Passagieren raus.“ Ganze sechs Sitze blieben demnach leer. Auch alle anderen Flugzeuge sind voll, erzählt Kerkloh. Der Airportchef meint damit die anderen Urlaubsziele Cancun (Mexiko), Goa (Indien), Mauritius, Punta Cana (Dominikanische Republik), Mombasa (Kenia) und Varadero (Kuba), die Condor nun im Winterflugplan anbietet. Laut Pressesprecher Johannes Winter stehen die Chancen auf eine Fortsetzung im Sommerflugplan nicht schlecht.

Zwei Boeing 767 in

München stationiert

Für die neuen Langstrekcenflüge hat Condor zwei Flugzeuige vom Typ 767-300 in München stationiert. Ein solcher Flieger generiert laut Winter rund 100 Arbeitsplätze. Die würden zwar nicht neu geschaffen, weil diese bisher in Frankfurt vorhanden waren, aber eben nach München verlagert. „Da freuen sich einige, dass sie jetzt nach München dürfen und nicht mehr nach Frankfurt müssen“, verriet ein Condor-Mitarbeiter. Übrigens: das Oneway-Ticket nach Santa Clara und Montego Bay gibt es ab 400 Euro. Gratis hatte gestern Lameyer noch einen Tipp an die Passagiere: „Passen Sie bitte auf, wenn Ihnen auf Jamaika jemand beim Einkaufen eine Tüte anbietet. Er könnte es anders meinen.“ (pir)

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