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Die Ed Force One von Iron Maiden.

Rockband am Flughafen

Iron Maidens "Ed Force One" landet in München

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Flughafen - Die Heavy-Metal-Legenden Iron Maiden landen am Samstag mit ihrer bandeigenen „Ed Force One“ am Flughafen München. Pilot der Boeing 747 ist Sänger Bruce Dickinson höchstpersönlich.

666: Mit dieser Zahlenkombination haben sich die britischen Schwermetaller von Iron Maiden für immer in die Musik-Geschichtsbücher eingetragen. Für ihre Tourneen darf es aber gerne auch die 747 sein – genauer gesagt eine Boeing 747-400. Mit dieser wird die Band am Samstag – Stand gestern – gegen 15.15 Uhr im Erdinger Moos landen. Tags drauf tritt sie als Hauptact des Rockavaria-Festivals im Münchner Olympiastadion auf. Der Rückflug ist für Montag, 14 Uhr, angesetzt.

Im Cockpit könnte dann kein Geringerer als Sänger Bruce Dickinson persönlich sitzen. Er ist Pilot und setzt sich immer wieder gerne selbst ans Steuer. Für die aktuelle Tour zum neuen Album „The Book of Souls“ musste er aber ein paar Extraschichten, unter anderem im Simulator, einlegen, um die für die 747 nötige Lizenz zu bekommen. Zuvor war die Band mit einer 757 unterwegs gewesen. „Die ist ganz einfach nicht groß genug für das, was wir auf dieser Tour vorhaben“, sagt Dickinson.

Pompös ist aber nicht nur die Bühnenshow, die die Band Abend für Abend Zehntausenden von Fans präsentiert. Auch das Outfit des Flugzeugs kann sich sehen lassen. Riesige Schriftzüge des Tournee- und Bandnamens sowie Bandmaskottchen Eddie in mehreren Varianten zieren den Jumbo der Eisernen Jungfrauen. Besonders beeindruckend ist der Heckflügel, von dem der Cover-Eddie des aktuellen Albums böse herabschaut.

"Die größte Maschine einer Rockgruppe"

Flughafen-Sprecher Robert Wilhelm ist schon mal beeindruckt. „Das ist die größte Maschine einer Rockgruppe“, die je im Moos-Airport gelandet ist, sagt er. Zu groß zum Beispiel für den Dortmunder Flughafen: Für ihren Auftritt am Freitag in der Westfalenhalle müssen die Metal-Ikonen in Düsseldorf landen. In München wird der Riesenvogel einen extra Stellplatz bekommen – „auf Höhe Staatsbesuch“, sagt Wilhelm. Also dort, wo schon Papst Benedikt oder Barack Obama gelandet sind.

Mit dieser Maschine landeten U2 im Jahr 2005 am  Flughafen München.

Dass Musiker am Flughafen München mit gecharterten Maschinen oder Privatjets landen, kommt öfter vor. So zum Beispiel AC/DC, die Rollings Stones, Luciano Pavarotti oder Chris de Burgh. Bandeigene Flugzeuge sind aber die ganz seltene Ausnahme. Wilhelm kann sich an Guns N’ Roses zu „Paradise-City-Zeiten“ erinnern, an Bon Jovi in den Neunzigern oder an U 2 während ihrer „Vertigo“-Tour 2005. So groß wie die Ed Force One waren deren Flugzeuge und Lackierungen aber bei weitem nicht.

Viel mehr Arbeit fällt für die Flughafen-Bediensteten wegen des Iron-Maiden-Gastspiels nicht an. „Das sind halt so kleine Schmankerl“, sagt Wilhelm. Für den Bodenverkehrsdienst zum Beispiel, wenn die Rockstars aus der Maschine steigen. Wenn natürlich der eine oder andere „Iron-Maiden-Extremfan“ zu dem Zeitpunkt arbeiten wolle, „versuchen wir, das so zu arrangieren“. Maiden-Fans gibt es nämlich auch am Flughafen zur Genüge.

„Ed Force One“-Touren:

Ganz nah an die Ed Force One führen die einstündigen Touren, die der Flughafen anbietet. Dabei besteht die Möglichkeit, das Flugzeug von außen zu fotografieren. Ein Ticket kostet neun Euro für Erwachsene (ermäßigt sieben Euro) und fünf Euro für Kinder. Am Dienstag gab es für folgende Zeiten noch Tickets: Samstag, 16.30, 17 und 17.30 Uhr, Sonntag, 9.30, 11.30, 14.30 und 16.30 Uhr. Ticketreservierung unter Tel. (0 89) 97 54 13 33 oder per E-Mail an besucherservice@munich-airport.de.

Alle Infos zum Rockavaria gibt's hier!

Markus Schwarzkugler

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