Bei der Sicherheitsgesellschaft

Heute wird am Flughafen München gestreikt

München - Passagiere am Münchner Flughafen müssen sich am Mittwoch auf Einschränkungen gefasst machen: Die Gewerkschaft Verdi ruft zu Streiks auf.

Verdi ruft am Mittwoch, 20.04.2016 ab 05:00 Uhr früh die Beschäftigten der Sicherheitsgesellschaft am Flughafen München GmbH (SGM) zum dreistündigen Warnstreik auf. Das geht aus einer Mitteilung der Gewerkschaft Verdi München & Region vom Dienstagnachmittag hervor.

Die SGM ist für die Personenkontrolle am Münchner Flughafen zuständig. Es könne zu Verzögerungen bei der Passagierabfertigung kommen, heißt es von Verdi. Ob es auch zu Flugausfällen kommen wird, könne nicht vorhergesagt werden.

Kritik nach Affäre um neue Sprengstoffspürgeräte

Das Verhältnis zwischen Geschäftsführung und Belegschaft ist seit der Affäre um den Einsatz der neuen Sprengstoffspürgeräte tief gespalten. Verdi kritisiert in der Mitteilung: "Statt sich hinter die Beschäftigten zu stellen, die im vergangenen Herbst massive gesundheitliche Beschwerden hatten, hat sie die Probleme abgewiegelt und kleingeredet. Die Geschäftsführung hat sogar gegen den ver.di-Sekretär Ulrich Feder, der sich der erkrankten SGM-Mitarbeiter angenommen hatte, eine Anzeige wegen Verleumdung erstattet. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren zwischenzeitlich eingestellt."

Die SGM "beabsichtigt die Durchführungen ergänzender Schadstoffmessungen", teilte die Regierung von Oberbayern auf Anfrage des Münchner Merkur mit.

Verdi kämpft um Einkommenserhöhung

Die SGM ist eine 100%-Tochtergesellschaft des Freistaats Bayern. Die Beschäftigten werden nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVÖD) bezahlt. In der Lohnrunde geht es um die Forderung nach einer Einkommenserhöhung von 6 %. Verdi kritisiert in seiner Mitteilung, der Öffentliche Dienst hänge in der Einkommensentwicklung der letzten zehn Jahre knapp 4 % hinter der privaten Wirtschaft zurück. "Da gibt es enormen Nachholbedarf", so Heinrich Birner, Verdi-Geschäftsführer München & Region, der bekräftigt: "Die Forderung von 6 % ist für die Beschäftigten im teuren Ballungsraum München sowieso am unteren Ende dessen, was eigentlich notwendig wäre."

Rubriklistenbild: © d pa

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