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Kontakte geknüpft: Die Forsterner und ihre Gäste nutzten den Begegnungstag zum Ratschen und Kennenlernen. Bürgermeister Georg Els – in der Bildmitte mit seiner Nichte – hielt einen Vortrag über die Geschichte des Orts. 

Vereine stellen sich vor

1. Begegnungstag in Forstern: Buntes Kennenlernen

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Auch wenn der große Ansturm ausblieb: Beim Forsterner Begegnungstag kamen Forsterner und Neubürger miteinander ins Gespräch.

ForsternWer neu in den Landkreis Erding zieht, stellt schnell fest: Die Einheimischen sind Fremden gegenüber aufgeschlossen, gehen auf Neubürger zu und versuchen, sie zu integrieren. Damit das leichter fällt, hatten Forsterner Vereine zum Begegnungstag eingeladen.

Zwölf Vereine waren im Foyer der Grundschule mit Ständen vertreten und lockten zum Teil mit duftenden Köstlichkeiten, wie die KLJB mit Crêpes. Der große Ansturm an Neubürgern blieb zwar aus, dennoch gab es eine ganze Reihe von Besuchern. Über die recht gute Resonanz zeigte sich Mitorganisator Ludwig Hiebinger vom Verein für Gartenbau und Heimatpflege erfreut: „Es kommen auch viele alteingesessene Forsterner, und außerdem lernen sich auch die Vereine mal untereinander kennen“.

„Man sieht hier erst mal, wie viel eigentlich in Forstern geboten wird“

Mathias Weigl, der sich unter anderem um die Asylbewerber in der Gemeinde kümmert, hatte in deren Heim noch kräftig die Werbetrommel gerührt, aber ein Teil seiner Schützlinge hatten wohl doch Berührungsängste. Gerade die sollen aber mit so einem Begegnungstag abgebaut werden. „Vielleicht kann man im nächsten Jahr die Veranstaltung wieder variieren“, so Weigl. Er denkt an ein Konzept, bei dem Menschen aus vieler Herren Länder sich und ihre Kultur vorstellen. Das gab es 2012 bereits und war auch heuer angedacht, konnte aber mangels Resonanz nicht umgesetzt werden.

„Man sieht hier erst mal, wie viel eigentlich in Forstern geboten wird“, sagte Immo Korus. Der 45-Jährige ist mit seiner Frau Monika sowie den Kindern Fabian (10) und Marlene (7) aus München gekommen. Seine Frau hat ihre Wurzeln in Forstern, die Familie habe nun gebaut und ziehe zurück in den Ort. „Das ist vor allem für die Kinder schön, aus der hektischen Großstadt herauszukommen“, so Korus.

Am Stand der Edelweiß-Schützen aus Tading informierten Mannschaftsführer Tobias Marhauser und Böllerkommandant Martin Huber über die Aktivitäten ihres über 300 Mitglieder starken Vereins. Zum Anschauen hatten sie unter anderem einen Schützenbogen dabei. „Viele Neubürger, und da vor allem die jungen, interessieren sich fürs Bogenschießen“, sagte Marhauser.

Bürgermeister Els: „eine schöne Veranstaltung“

Auch die Krieger- und Reservistenkameradschaft war vor Ort. Deren Vorsitzender Stefan Ganghofer nutzte die Gelegenheit, um schon mal auf die 100-Jahr-Feier des Vereins von 11. bis 14. Juni 2021 aufmerksam zu machen.

Beim ESC Forstern war man mit der Resonanz ebenfalls zufrieden. Kassenwart Helmuth F. Roth und 2. Vorsitzender Rudi Huber konnten den Gästen das Eisstockschießen näherbringen, „ein nicht so ganz trainingsintensiver Sport“. Außerdem sei das Interesse für Boccia groß, „da denken viele an Urlaub“.

Für Bürgermeister Georg Els, der sich selbst mit einem Vortag über die Geschichte Forsterns eingebracht hatte, war der Nachmittag eine „schöne Veranstaltung“, die auch dabei helfen soll, andere Leute und Kulturkreise kennenzulernen. Das sieht auch die Hausherrin, Schulleiterin Annett Taubert, so: „Jeder, der sich am Gemeindeleben aktiv beteiligen möchte, bekommt hier einen guten Überblick.“ Es waren nicht nur die Mitmach-Vereine vertreten, auch Nachbarschaftshilfe und Seniorenbeirat als Organ der Gemeindeverwaltung beteiligten sich rege. 

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