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Die Sängerinnen des Jungen Chors Ubi Caritas mit Chorleiter Konrad Huber (M.) sind bereit für ihr Jubiläumskonzert. 

30 Jahre Ubi caritas

Frauenchor mit dem besonderen Sound

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Aus der ursprünglichen Idee, einen Jugendchor zu gründen, ist ein musikalisches Projekt geworden, das heute weit über den Landkreis hinaus bekannt ist. In seinen 30 Jahren ist der Junge Chor Ubi Caritas rein weiblich geblieben. Einzige Ausnahme: Chorleiter Konrad Huber.

Forstern– Die Erfolgsgeschichte des Jungen Chors Ubi Caritas begann mit einem Pfarrer. Vor 30 Jahren fragte der Hohenlindener Geistliche Heinrich Bujok bei Konrad Huber an, „ob er etwas für die Jugend anbieten könnte“?

Der damalige Musikstudent Huber fackelte nicht lange und begann, einen Jugendchor aufzubauen. Bei Gottesdiensten und im Pfarrbrief wurde nach Mitstreitern gesucht, und so konnten schon bald mit einer Handvoll Sängerinnen die ersten Proben im Hohenlindener Pfarrheim stattfinden.

Die Herren der Schöpfung zeigten sich damals wenig interessiert am Gesang – es sollte ein reiner Frauenchor bleiben, mit Chorleiter Huber als Hahn im Korb. Neben ihm sind heute noch die drei Gründungsmitglieder Maria Huber, Alexandra Maisch und Michaela Sievers dabei.

In den ersten Jahren traten die Sängerinnen ausschließlich in der Pfarrei Hohenlinden auf. Der junge Chor erarbeitete sich schnell ein großes Repertoire, sodass die Auftritte bald mehr wurden. Sein erstes eigenes Konzert gab der Chor Anfang der 90er Jahre mit Gospels in der Hohenlindener Kirche.

Nachdem klar war, dass der Chor Bestand haben wird, musste ein Name her. Ubi Caritas geht auf die Liturgie des Gründonnerstags zurück: Der Text mit dem Anfang „Ubi Caritas et amor, deus ibi est“ (Deutsch: „Wo Güte ist und Liebe, da wohnt Gott“) wurde im Mittelalter während der Fußwaschung gesungen.

In den folgenden Jahren kamen für den Chor, der inzwischen längst an den Singkreis Forstern angebunden ist, mehr und mehr Auftritte hinzu. „Es wurden auch viele schöne Konzertreisen unternommen“, blickt Huber zurück. So ging es etwa nach Budapest und New York, nach Kenia und nach Polen. Der Chor hatte auch ganz besondere Auftritte, beispielsweise übernahmen die Frauen zweimal die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes in der Basilika von Altötting bei der Ankunft der Pfingstwallfahrer mit anschließendem Konzert. Es werden zudem das ganze Jahr über einfallsreiche Konzerte wie die ABBA-Show sowie stimmungsvolle Weihnachtskonzerte gegeben.

„Die jungen Damen haben einen besonderen Chorsound mit treffsicheren, klaren Stimmen sowie sehr viel Spaß am Singen, was sie bei ihren Auftritten spielend auf ihr Publikum projizieren“, erklärt Huber, was seine Damen-Riege so besonders macht. Eine Stärke des Chors seien zudem seine enorme Belastbarkeit sowie Flexibilität und Spontanität. Nur dadurch könnten die vielen Auftritte gemeistert werden.

Zum Repertoire der aktuell 30 Sängerinnen zwischen 17 und 45 Jahren gehören sowohl weltliches als auch geistliches Liedgut, Popsongs, Spirituals und Werke im klassischen Bereich. Auf die schönsten Songs aus drei Jahrzehnten dürfen sich die Ubi-Fans am Sonntag, 29. April, freuen. Die Damen haben für das Jubiläumskonzert in der kleinen Turnhalle in Forstern ein Potpourri aus 30 Jahren Ubi Caritas einstudiert. Zu hören sein werden Lieder wie ein Mary-Poppins-Medley, „’s Leben is wia a Traum“, „Auf uns“, „Adiemus“, „Can You Feel The Love Tonight“ und viele mehr.

Das Jubiläumskonzert

„30 Jahre Ubi Caritas“ findet am Sonntag, 29. April, in der kleinen Turnhalle in Forstern statt. Beginn ist um 19 Uhr. Die Gesamtleitung hat Konrad Huber. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

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