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Ein Moment, f estgehalten mit dutzenden Smartphones: Der bunte Luftballon-Regen, mit dem die Absolventen der Mittelschule Forstern traditionell verabschiedet werden, wurde vielfach fotografiert und gefilmt. 29 junge Frauen und Männer haben heuer den Qualifizierenden Mittelschulabschluss erreicht. 

Abschlussfeier der Mittelschule Forstern 

Tränenreicher Abschied im Ballon-Regen

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In der Aula der Mittelschule Forstern feierten die diesjährigen Absolventen ihren Abschluss. Es gab emotionale Reden, Geschenke für die Lehrer – und das eine oder andere Tränchen.

Forstern– Als der bunte Luftballon-Regen auf die Jugendlichen herabschwebt, sind sie offiziell keine Schüler der Mittelschule Forstern mehr. Der Countdown am Ende der Abschlussfeier in der Aula ist längst zur Tradition geworden. Zuvor jedoch erlebten die Gäste eine hoch emotionale Feier.

Vor allem Klassenleiter Walter Zenker musste sich so manche Träne verkneifen, als er seine 9a liebevoll, persönlich und mit einem Augenzwinkern aufs Korn nahm. Er ließ alle Absolventen aufstehen, und die Eltern sollten zu ihnen „aufschauen und bewundern, was diese jungen Menschen geleistet haben. Danke, dass ich drei Jahre lang euer Lehrer sein durfte“, sagte Zenker mit feuchten Augen, die dann auch seine Kollegen bekamen.

Wie sehr ihr die Schüler ans Herz gewachsen waren, zeigte Monika Obermeyer ebenfalls auf sehr persönliche Weise. „Wo immer euch euer Weg hinführt: Ihr werdet dort eine Bereicherung sein“, sagte die Klassenleiterin der 9b. Sie hatte ausgedruckte Emojis dabei, um augenzwinkernd zu zeigen, mit wie vielen Charakteren sie es in ihrer Klasse zu tun hatte. Vom Aufbrausenden bis zum Gechillten, vom Kreativen bis zum Querdenker, vom kleinen Teufelchen bis zum hilfreichen Engel – „und davon hatten wir ganz viele“, sagte Obermeyer stolz. Sie dankte den Teenagern unter anderem dafür, wie sehr sie das Projekt „Yasmin kommt zurück an die Schule“ unterstützt hätten. „Alle haben geholfen, keiner hat Nein gesagt oder sich beschwert.“ Dank so viel Beistand konnte die 17-jährige Yasmin Weger, die sich, wie berichtet, nach einer schweren Erkrankung Ende 2014 zurück ins Leben gekämpft hat, unter den Absolventen sitzen: Mit dem Abschluss in der Tasche beginnt sie nun ein berufsvorbereitendes Jahr.

Annett Taubert, für die es die erste Abschlussfeier als Schulleiterin in Forstern war, verglich die Schulzeit mit einer Reise. In der ersten Klasse seien die Absolventen in den Zug eingestiegen. Nach der vierten Klasse hätten sie den Waggon gewechselt. „Und heute feiern wir ein wichtiges Zwischenziel“, sagte Taubert. Sie dankte den vielen „Reiseführern“, die die Schüler begleitet hätten – Klassenleiter, Fachlehrer, Eltern. „Ihr habt euch nun neue Ziele gesucht. Egal, welchen Weg ihr nehmt: Geht ihn mit Freude und Engagement, dann werdet ihr erfolgreich sein“, so Taubert.

Bürgermeister Georg Els wünschte den Absolventen mit einem musikalischen Zitat, „dass der Sommer 2017 der Sommer eures Lebens wird“. Elternbeiratsvorsitzender Sebastian Voß riet: „Sucht euch euren Platz in der Gesellschaft. Bleibt nicht stehen, aber legt auch mal eine Pause ein.“ Und Peter Mohr, für den es vor seinem Ruhestand die letzte Abschlussfeier war, gab den Absolventen mit auf den Weg: „Denkt immer daran: Ihr seid nicht allein.“ Der katholische Religionslehrer bescheinigte den jungen Leuten: „Ihr wart absolute Spitze!“

Im Namen aller Abvolventen blickten Klassensprecher und einige Mitschüler kurz auf die vergangenen Jahre zurück, bevor sie ihren Lehrern ausführlich dankten. Für Obermeyer hatten sie Blumen und einen Thermen-Gutschein. Zenker bekam von jedem eine Bierflasche mit persönlicher Botschaft überreicht. Weitere Geschenke und nette Worte gab’s für sämtliche Lehrer und auch für Hausmeister Christian Haberl.

Bei der feierlichen Zeugnisübergabe am Ende wurden zugleich die besten der beiden Abschlussklassen geehrt (Bericht folgt), bevor alle gemeinsam von Zehn bis Null zählten – und die Ballons zu Boden schwebten.

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