Herbert Grünewald (r.) zeigt in Forstern rund 25 Werke. Bürgermeister Rainer Streu freut sich über die Farbtupfer.
+
Kunst im Rathaus: Herbert Grünewald (r.) zeigt in Forstern rund 25 Werke. Bürgermeister Rainer Streu freut sich über die Farbtupfer.

Abstrakte Kunst, am liebsten in Pastelltönen

Künstler Herbert Grünewald zeigt Werke im Forsterner Rathaus

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
    schließen

Der Feldkirchener Künstler Herbert Grünewald stellt derzeit im Forsterner Rathaus aus. Das ist aktuell zwar nur mit Termin betretbar, die die Werke zu Gesicht bekommen, sind aber begeistert.

Forstern – Viele Pastelltöne, dazwischen aber auch knallige Farben: Rund 25 Werke stellt der Künstler Herbert Grünewald derzeit im Forsterner Rathaus aus.

Der 62-Jährige stammt ursprünglich aus Unterfranken, lebt seit 1999 in der Region und wohnt in Feldkirchen. Die Schwester seiner Lebensgefährtin, die in Forstern lebt, hatte ihn auf die Idee gebracht, im Rathaus nachzufragen, ob er seine Bilder dort ausstellen könnte. Dass es gleich geklappt hat, freut den Buch- und Offsetdrucker sehr: „Es ist meine erste Ausstellung. Das ist was ganz Neues für mich“, erzählt er.

Dass er wegen Corona auf eine Vernissage verzichten musste, stört den Künstler nicht wirklich. Er freut sich einfach über die Möglichkeit, seine Bilder zu zeigen, auch wenn diese derzeit nur bewundern kann, wer einen Termin hat. Denn das Rathaus ist nach wie vor für den Publikumsverkehr geschlossen. „Leider“, bedauert Bürgermeister Rainer Streu. „Aber wir hatten ein paar Hochzeiten, und wenn Leute dann ins Trauzimmer raufspazieren, sind sie schon sehr begeistert von den Bildern“, berichtet er. Die Werke sollen auf alle Fälle bis Jahresende, vermutlich sogar bis Februar hängen bleiben.

Grünewald hat mit dem Malen eigentlich schon vor 30, 40 Jahren begonnen. Doch für Familie und Beruf stellte er sein Hobby hinten an. Seit zwei, drei Jahren greift er wieder vermehrt zum Pinsel. Anfangs habe er Landschaftsstile gemalt, „dann bin ich mehr und mehr ins Abstrakte gekommen“, erzählt Grünewald. An Techniken habe er einiges ausprobiert – Wassermalfarbe, Dispersionsfarbe, Wachsmalkreide. „Aber mit Acryl, gelegentlich mit Sprühfarbe, komme ich am besten zurecht. Da finde ich, dass sich die Farben am besten vermischen lassen“, sagt er. Nur an Öl habe er sich noch nicht gewagt. „Vielleicht wenn ich mal ganz viel Zeit und Lust habe, denn das ist doch sehr zeitintensiv“, verrät er.

Lieblingsfarben oder -motive hat Grünewald nicht. „Das kommt aus der Laune heraus. Am liebsten sind mir Pastelltöne, aber in der letzten Zeit auch knallige, kräftige Farben. Und das Motiv ergibt sich. Es fängt mit einem Farbklecks an – und irgendwann ist es fertig.“

Zum Malen habe er sich daheim peu à peu ein kleines Atelier eingerichtet: Erst eine Staffelei, dann ein Maltisch, und am Ende wurde das ganze Zimmer ausgeräumt. „Aber mein Traum ist es, selber mal ein kleines Atelier irgendwo zu haben, wo ich meine Bilder ausstellen und auch malen kann“, sagt der Künstler und verrät: „Die Inspiration kann immer kommen. Ich sitze in der Küche, trinke Kaffee – und dann sehe ich etwas, das ich umsetzen will.“ Beim Malen brauche er nichts anderes um sich herum – „da kann man wunderbar abschalten“.

Vroni Macht

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare