Messer-Mann ersticht Frau mitten auf der Straße - Täter auf der Flucht

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Eigentlich fischlos ist der Dorfweiher in Forstern. Dennoch sind jetzt einige Tiere verendet. Der Weiher bekommt zur Zeit zu wenig Sauerstoff.

An der Tadinger Straße 

Kleines Idyll mit großem Problem

In Forstern versucht die Feuerwehr ein massives Fischsterben zu verhindern.

Forstern– Der Forsterner Dorfweiher ist ein kleines Gewässer an der Tadinger Straße, das von Bäumen und Büschen eingerahmt wird. Eigentlich ist der Weiher ein recht hübsches Fleckchen, mit Sitzbänken in der Nähe am ruhigen Ortsrand gelegen.

Doch Ende Mai herrschte dort gleich mehrfach Trubel: Die Forsterner Feuerwehr musste bereits dreimal anrücken, „um ein massives Fischsterben zu verhindern“, wie die Wehr auf ihrer Facebook-Seite schreibt. Sie sorgte vor rund zwei Wochen im Dorfweiher zwischen Friedhof und Kriegerdenkmal für Frischwasserzufuhr unter anderem aus dem nahe gelegenen Hirschbach. Die Aktiven haben auch ihre Tauchpumpen zum Umwälzen des Wassers genutzt. „Der Weiher bekommt zur Zeit einfach zu wenig Sauerstoff“, erklärt der Kommandant Rainer Streu auf Nachfrage.

Ein Grund dafür sei, dass der Dorfweiher nur einen kleinen Zulauf hat und somit nicht genügend Frischwasser bekommt. Ein Ablauf existiert nicht. Schon mehrmals haben in den vergangenen Jahren die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs altes Wasser abgepumpt und frisches eingeleitet, berichtet Forsterns Geschäftsleiterin Christine Pettinger auf Nachfrage. Vor drei, vier Jahren drohte der Weiher bereits einmal umzukippen. „Aber in der Dimension, wie es heuer der Fall ist, hatten wir das noch nie“, erklärt die Geschäftsleiterin.

Woher der Abfall der Sauerstoffkonzentration im Wasser kommt? In der Regel ist dafür eine zu hohe Biomasse der Grund. „Der Weiher ist sehr verschlammt“, sagt Pettinger. Früher sei das Gewässer um die zwei Meter tief gewesen, heute könne man locker durchlaufen.

Die Frischwasser-Kuren von Bauhof und zuletzt Feuerwehr haben dem Gewässer nur bedingt geholfen. Einige Fische haben die Veränderungen im Wasser nicht überlebt: „Leider mussten wir auch bereits verendete Tiere aus dem Weiher fischen“, sagt Streu. Darunter waren einige Goldfische, die vermutlich jemand dort ausgesetzt hatte. Denn eigentlich gibt es in dem kleinen Weiher gar keine Fische, erklärt Pettinger.

Wie es jetzt weitergeht? Die Gemeinde hat Proben genommen, um die Zusammensetzung des Schlamms analysieren zu lassen. Er könnte durch Schadstoffe wie Schwermetalle oder auch Spritzmittel belastet sein. Ist das der Fall, muss er als Sondermüll entsorgt werden. Stellt sich der Schlamm als ungiftig heraus, könnte er auch auf Felder ausgebracht werden.

Bis Anfang dieser Woche sollen die Ergebnisse vorliegen. Dann wird gemeinsam mit einem Landschaftsplaner beraten, wie der Weiher gestaltet werden kann, um ein Umkippen künftig zu verhindern. Denkbar wäre zum Beispiel ein Zulauf mit einem Schieber. Eventuell wird auch der Uferbereich gleich neu gestaltet, wenn man den Weiher schon ausbaggert und saniert. 

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