Auf Wunsch der Anlieger

Künftig nur noch Schrittgeschwindigkeit auf dem Weidenweg

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Der Weidenweg im Forsterner Gemeindeteil Karlsdorf wird zum verkehrsberuhigten Bereich. Das hat der Gemeinderat auf Antrag der Anlieger beschlossen.

Forstern – Wie Bürgermeister Georg Els (AWG) in der Ratssitzung berichtete, hat bereits Ende März eine Anliegerversammlung zu diesem Thema stattgefunden. Dabei habe er den Bürgern erklärt, welche Konsequenzen eine solche umgangssprachlich häufig Spielstraße genannte Zone hat. Vor allem geht’s dabei ums Parken: „Das ist dann nur noch in ausgewiesenen Flächen erlaubt“, erläuterte Els. Jedoch sei die Straße nicht sehr breit, viel Spielraum gebe es also ohnehin nicht. „Und wenn der ruhende Verkehr dann überwacht wird, gibt’s ein Ordnungsgeld – ob Anlieger oder Besucher“, stellte der Rathauschef klar.

Ebenso müssten Autofahrer damit rechnen, geblitzt zu werden, wenn sie sich nicht an die dann geltende Schrittgeschwindigkeit halten. „Diese Konsequenzen haben wir in der Versammlung ganz deutlich erklärt“, berichtete Geschäftsleiterin Christine Pettinger. Alle Anwohner hätten dennoch zugestimmt.

Els erklärte zudem, dass besonders diejenigen Kraftfahrer ein Problem seien, die eine Abkürzung vom Wohngebiet auf die Forstinninger Straße über den gepflasterten Bereich nehmen, der eigentlich den Fußgängern vorbehalten ist. Zum Teil werde sogar über den Spielplatz gefahren – beides Durchfahrtsmöglichkeiten, die unterbunden werden müssten. Els sprach dabei vor allem von Packerlfahrern, „und die haben ja auch ihre eigene Geschwindigkeit“.

Um zu verhindern, dass künftig die anderen Siedlungsstraßen von Anwohnern und Besuchern zugeparkt werden, will die Gemeinde das ursprünglich als Dorfplatz geplante Areal in der Nähe zum Parkplatz umwidmen. Das habe das Gremium bereits beschlossen, berichtete Els. Sebastian Klinger (CSU) warnte davor, dass diese Fläche zum Dauer-Parkplatz für Anhänger & Co. werden könnte – ein ähnliches Problem besteht bekanntermaßen in Tading.

In diesem Zusammenhang wies Stefan Ganghofer (CSU) darauf hin, dass die Grünflächen beim Karlsdorfer Maibaum regelmäßig als Dauer-Stellflächen missbraucht würden. „Da muss man auch was machen, vielleicht einen großen Stein hinlegen, damit da keiner mehr reinfahren kann“, schlug er vor.

Gegen den Weidenweg als verkehrsberuhigten Bereich hatte das Gremium keine Einwände. Ob er jedoch für immer ein solcher bleibt, wagten einige zu bezweifeln. „Vielleicht kommt ja ein Antrag auf Rücknahme, wenn die Kinder groß sind und alle selbst ein Auto haben“, meinte Els augenzwinkernd.

Rubriklistenbild: © Thomas Plettenberg

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