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Rückblick auf Forsterns Geschichte: Die Ausstellungseröffnung mit (v. l.) Georg Maier, Ludwig Hiebinger, Manuela Wimmer, Christa Weizenbeck, Annemarie Kinzner, Roswitha Riepl und Bürge rmeister Georg Els.

Ausstellung in der Heimatstube 

Forstern kramt in der Vergangenheit

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Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins für Gartenbau und Heimatpflege wurde die Ausstellung „Forstern feiert“ eröffnet.

Forstern – Warum trugen Damen weiße Kleider aus Fallschirmseide? Und wem wurde in Forstern ein Finger abgebissen? Diese und andere Fragen beantwortet die neue Ausstellung „Forstern feiert“ in der Heimatstube. Sie wurde bei der Jahreshauptversammlung des Vereins für Gartenbau und Heimatpflege eröffnet. „Schon allein die Vorbereitung war spannend“, sagte Vereinschef Ludwig Hiebinger.

Bei der Ausstellung geht es um die Geschichte von Forstern: Als Hiebinger Fotos, Dokumente und Zeitungsausschnitte aus den Jahren 1921 bis 2012 sammelte, habe er interessante Details aus der Vergangenheit des Ortes entdeckt. In der Heimatstube präsentieren die Vereine und Institutionen die Höhepunkte ihrer Geschichte auf Schautafeln: Ob Fahnenweihe, hoher kirchlicher Besuch oder die größte Rauferei des Ortes: „Die Ausstellung zeigt ein Abbild der Gesellschaft“, sagte Hiebinger.

Er vermutet, dass die Betrachter der Stellwände am meisten darüber diskutieren werden, wer auf den Bildern zu sehen ist. Denn es gibt es zum Beispiel auch eine Wand mit Fotos von Schulabsolventen, sortiert nach Jahrgängen. Dabei bedankte sich der Vereinsvorsitzende bei Bürgermeister Georg Els für die Finanzierung der Stellwände. „Die können wir natürlich auch für weitere Gelegenheiten nutzen.“

Vor der Ausstellungseröffnung war die Hauptversammlung des Gartenbau- und Heimatpflegevereins: Dabei sprach der Betriebsleiter Gemüsebau der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Thomas Jaksch über Hochbeete und erklärte, was bei Anbau und Pflege zu beachten ist: „Hochbeete werden immer beliebter, ich werde immer öfter gebeten, diesen Vortrag zu halten.“

Vereinschef Hiebinger erklärte in seinem Rechenschaftsbericht, dass sich die zweimal jährlich abgehaltenen Pflanzentauschbörsen großer Beliebtheit erfreuen. „Damit machen wir auch in diesem Jahr weiter“, sagte er. Die erste Börse fand bereits im April statt, die zweite ist am 13. Oktober.

Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres gehörte der Leonhardi-Ritt, dort war der Verein mit einem geschmückten Wagen in Form der Tadinger Kirche dabei. Außerdem bauten die Mitglieder mit den Kindern vom Kindergarten Wirbelwind ein Wildbienenhotel. Zudem organisierte der Verein einen Kinderferientag auf dem Hof von Rosi Bardtfeld mit einer Waldführung vom Jäger Herbert Berger. „Die Kinder waren begeistert“, sagte Vorsitzender Hiebinger. Er sieht diese Aktionen als dringend notwendige Nachwuchsarbeit, denn „die Zahl von 112 Mitgliedern darf sich gern erhöhen“.

Für das laufende Jahr haben die Forsterner Pflanzen- und Heimatfreunde ein buntes Programm aufgestellt. Ein neuer Termin steht fürs Ramadama zwar noch nicht fest, aber die Reinigungsaktion werde noch durchgeführt. Am Sonntag, 15. April, ist ein Hoagarten in der Urweisse-Hüttn, denn Forstern stellt heuer wieder einen Maibaum auf. Außerdem ist die Springkrautbekämpfung am Hirschbach zum mittlerweile 14. Mal – dafür wird nun eine Motorsense angeschafft. Im Kalender stehen auch ein Ausflug nach Thanham und Schärding, der Erntedank-Gottesdienst mit erneuerter Krone, der Leonhardi-Ritt und das Obstblütenfest im Lehrgarten in St. Wolfgang, wo sich die Forsterner unter anderem mit einem Insektenhotel beteiligen.

Die Ausstellung

„Forstern feiert“ ist in der Heimatstube in den Räumen des Eicher-Museums Forstern zu den Öffnungszeiten am Wochenende zu sehen. Der Eintritt ist kostenlos.

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