+
Mit einer Urkunde wurde Sabrina Pirkel (M.) ausgezeichnet. Die Ehrung überreichten Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und IHK-Präsident Eberhard Sasse. 

Auszeichnung für Sabrina Pirkel 

Forsternerin unter den Besten Bayerns

Sabrina Pirkel aus Forstern, geprüfte Bankfachwirtin, ist die beste Absolventin aus dem Landkreis Erding. Dafür ist sie von der IHK für München und Oberbayern geehrt worden.

Forstern– Hohe Ehre für Sabrina Pirkel aus Forstern: Zusammen mit mehr als 300 weiteren Absolventen gehört die 24-Jährige zu den Jahrgangsbesten in 42 Fortbildungsprüfungen. Dazu überreichte IHK-Präsident Eberhard Sasse Urkunden, und auch Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner gratulierte.

„Mit hoher Fachkompetenz plus Praxiserfahrung haben Sie in vielen Unternehmen entscheidende Vorteile“, sagte Sasse zu den Preisträgern bei der Verleihung im Münchner Gasteig. Wirtschaftsministerin Aigner betonte die Bedeutung der beruflichen Bildung: „Sie sind Meister Ihres Fachs und gehören zu den Besten der Besten. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels müssen wir verstärkt für die berufliche Bildung als exzellenten Karriereweg werben.“

Nach der Verleihung gab es einen Sektempfang. „Es war alles sehr nett gemacht. Das war schon ein Erlebnis“, erzählt Pirkel im Gespräch mit der Heimatzeitung. Die 24-Jährige hat nach der Realschule ihre Ausbildung bei der Stadtsparkasse München absolviert. Anschließend wechselte sie zur VR-Bank München Land, wo sie als Kreditsachbearbeiterin tätig war und nebenbei ihre zweijährige Weiterbildung zur Bankfachwirtin machte.

Dafür musste sie an zwei bis drei Tagen in der Woche abends und manchmal sogar am Wochenende in die Schule. „Das war mit Abstand das Schwierigste, was ich bisher gemacht habe. Mit dem Fachwirt habe ich das Lernen gelernt“, beschreibt sie die harte Zeit der Doppelbelastung.

Anfang vorigen Jahres hat Pirkel ihre Weiterbildung mit einem Gesamtdurchschnitt von 85 Punkten, was der Note gut entspricht, abgeschlossen. „Ich wollte eigentlich nur irgendwie durchkommen, und dann als Beste zu bestehen, ist schon toll“, sagt Pirkel. Wie anspruchsvoll die Weiterbildung ist, zeige die hohe Durchfallquote: Etwa jeder Dritte schaffe die Prüfung nicht.

Nach dieser anstrengenden Phase war es für Pirkel Zeit für etwas Neues. Sie kündigte und entschied sich für ein duales Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin im Landratsamt Erding. Bei der VR-Bank habe es ihr zwar sehr gut gefallen, aber es hätte etwas gefehlt. „Im Arbeitsleben ist mir Abwechslung wichtig. Mit dem dualen Studium kann ich in verschiedenen Bereichen tätig sein, kann mich weiterbilden und komme vorwärts“, erklärt Pirkel.

In der Zeit zwischen altem Job und neuer Herausforderung hat sie sich aber noch eine Auszeit gegönnt. Sie verbrachte dreieinhalb Monate in Australien und machte auch einen kurzen Abstecher nach Bali. „Es hat mir total gut gefallen und mich auch persönlich verändert. Man weiß, wie es ist, mit wenig auszukommen, und man setzt andere Prioritäten“, schwärmt Pirkel von ihrer Reise. Die restliche Zeit verbrachte sie zu Hause.

Im Oktober 2016 schließlich hat sie ihr Studium in Hof aufgenommen. Sie wird abwechselnd studieren und im Landratsamt Erding arbeiten. Insgesamt drei Jahre dauert das Studium. Auch wenn sie erst am Anfang steht, mache ihr das Ganze viel Spaß und sie wisse, dass dies das Richtige für sie sei.

Maria Bachmaier

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

ZDF dreht dritten Fall der Krimireihe „Schwarzach 23“ in Finsing
Derzeit wird in München und Umgebung der dritte Film der ZDF-Krimireihe „Schwarzach 23“ gedreht. Das Filmteam ist auch in der Gemeinde Finsing unterwegs.
ZDF dreht dritten Fall der Krimireihe „Schwarzach 23“ in Finsing
Bahnunfall bei Dorfen: Mann schwebt in Lebensgefahr
Auf der Bahnstrecke München - Mühldorf hat sich in der Nacht auf Samstag ein schwerer Bahnunfall ereignet. Ein Mann wurde kurz vor 1 Uhr auf Höhe des Bahnübergangs …
Bahnunfall bei Dorfen: Mann schwebt in Lebensgefahr
Metzgerei Wintermayr schließt
Nach fast 40-jähriger Geschäftstätigkeit in Forstern schließt die Metzgerei Wintermayr zum Monatsende. Immer weniger Kunden, immer mehr Bürokratie und keine Nachfolger: …
Metzgerei Wintermayr schließt
Aiwanger: Asylbewerber sind Gäste auf Zeit
Wer Hubert Aiwanger hört, und seine politische Heimat nicht kennt, würde ihn rechts von der CSU einordnen. Doch der 46-Jährige ist Freier Wähler. Bei der Dorfener ÜWG …
Aiwanger: Asylbewerber sind Gäste auf Zeit

Kommentare