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Ein wahrer Ohrenschmaus war das Neujahrskonzert des Singkreises Forstern in der voll besetzten Tadinger Wallfahrtskirche. Chorleiter Konrad Huber (M.) dirigierte die rund 90 Musiker sicher durch Beethovens Neunte.

Beethovens Neunte beim Neujahrskonzert in Tading

Eine Freude für Ohren und Augen

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Tading – Ein stimm- und klanggewaltiges Konzert der Extraklasse erlebten die Zuhörer in der voll besetzten Tadinger Wallfahrtskirche.

Fürs traditionelle Neujahrskonzert des Singkreises Forstern hatte sich dessen Leiter Konrad Huber heuer ein ganz besonderes Stück ausgesucht: Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie. Die letzte vollendete Sinfonie des Komponisten wird besonders gern an Silvester gespielt – und ist damit auch für ein Konzert zum Jahresbeginn das ideale Stück.

Neben dem Konzertchor des Singkreises wirkten das Orchester Mariä Himmelfahrt sowie die Solisten Yuna Schmidt (Sopran), Benedikta Unangst (Alt), Harald Thum (Tenor) und Christian Jäger (Bass) mit.

Die wunderschöne Kulisse der Wallfahrtskirche – am Dreikönigstag war sie noch mit einem Christbaum geschmückt – war für dieses Werk, das zu den populärsten der klassischen Musik zählt, geradezu perfekt. Das Orchester brillierte in den vier höchst unterschiedlichen Sätzen der Sinfonie – sehr mächtig und laut im ersten Satz, überwältigend ruhig und fließend im dritten Satz.

Die Sänger hatten ihren großen Auftritt im letzten der vier Sätze. Sie werden zusätzlich zum Orchester eingesetzt. Stimmfest, präzise und klar trugen Solisten und Chor die Strophen des Gedichts „An die Freude“ von Friedrich Schiller vor. Das berühmte „Götterfunken“-Motiv erklingt erst ganz leise und wird in zunehmender Besetzung wiederholt – eine wahre Freude für die Ohren. Einen Augenschmaus gab es nach großem Applaus und einer Zugabe vor der Wallfahrtskirche: In der verschneiten Winterlandschaft wurde ein Feuerwerk gezündet, das den eisigen Nachthimmel erhellte.

So feierlich das wunderschöne Konzert samt funkelndem Ende war: An diesem Abend gingen die Zuhörer nicht gänzlich unbeschwert nach Hause. Sie haben das vielleicht letzte große Konzert im Tadinger Gotteshaus erlebt. Getrübt wurde die Stimmung durch eine Ankündigung seitens der Kirche: Der Tischaltar, der für große Aufführungen bislang zur Seite gerückt werden konnte, solle fest installiert werden. Derart aufwändige Konzerte wie am Dreikönigstag könne es dann nicht mehr geben. Gitarrist und Chorleiter Huber hat daraus bereits Konsequenzen gezogen: Er hat als Kirchenmusiker gekündigt.

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