+
Ein Begegnungstag findet am Samstag, 19. Oktober, in der Grundschule Forstern statt. Die Vereine stellen sich vor, und die Bürger sollen miteinander ins Gespräch kommen (Symbolbild).

Vereine stellen sich vor

Begegnungstag am Samstag: Forstern trifft die Welt

  • schließen

Ein Begegnungstag findet am Samstag, 19. Oktober, in der Grundschule Forstern statt. Die Vereine stellen sich vor, und die Bürger sollen miteinander ins Gespräch kommen.

Forstern– Neue Leute treffen, ratschen, sich kennen lernen: Zum Begegnungstag lädt die Gemeinde Forstern am Samstag, 19. Oktober, ein. Von 14 bis 17 Uhr stellen sich in der Grundschule (Eingang Ost) viele Vereine vor, und die Bürger sollen miteinander ins Gespräch kommen.

Eigentlich hatten die Initiatoren – Bürgermeister Georg Els, der soziale Ansprechpartner Mathias Weigl, Dominik Rehbein, der für die Offene Jugendarbeit verantwortlich zeichnet, und Ludwig Hiebinger, Vorsitzender des Vereins für Gartenbau und Heimatpflege – eine Neuauflage des Tags der Nationen geplant. Der war 2012 im Rahmen des Doppeljubiläums „1200 Jahre Preisendorf/Tading – 800 Jahre Forstern“ gefeiert worden – und das mit großem Anklang. Bürger mit türkischen Wurzeln hatten damals Tänze präsentiert und ein ganzes Buffet an landestypischen Köstlichkeiten aufgefahren; Menschen aus Ungarn, Holland, Italien oder Rumänien hatten gezeigt, was ihre Kultur zu bieten hat.

Rund 400 Menschen aus gut 40 Nationen

„Diesen Tag wollten wir wieder aufleben lassen“, erklärt Hiebinger, der beim damaligen Festjahr federführend mitgewirkt hatte. Dazu wurden alle ausländischen Mitbürger in der Gemeinde angeschrieben – rund 400 Menschen aus mehr als 40 Nationen. Mit ihnen gemeinsam wollte man einen neuen Tag der Nationen gestalten. Doch die Resonanz sei sehr gering gewesen, erklärt Weigl: Nur vier Bürger – eine Korsin, eine Türkin und zwei Chinesen – seien zum Treffen gekommen. Mit ihnen habe sich dennoch eine fruchtbare Diskussion ergeben, in der sich herausgestellt habe, dass sie als Neubürger einfach zu wenig Einblick in das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde hätten.

So sei die Idee entstanden, das Konzept umzudrehen: Nicht die ausländischen Mitbürger präsentieren sich und ihre Kultur, sondern die Gemeinde stellt sich ihnen vor; ihnen und allen Neuzugezogenen – allein seit Januar dieses Jahres seien das 190 Personen, berichtet Weigl. „So ist der Begegnungstag für alle Bürger entstanden: Wir wollen uns einfach mit den Leuten treffen“, sagt Hiebinger. Eingeladen ist jeder, der Lust hat, „damit der Kontakt untereinander noch besser wird“.

Die KLJB beispielsweise wird vor Ort Crêpes backen

Insgesamt 14 Vereine werden sich und ihr Angebot präsentieren, außerdem dabei sind die Gemeinde und der Seniorenbeirat. Ob das per Stellwand und Infotisch oder mit Aktionen passiert, das ist jedem Verein selbst überlassen. Die KLJB beispielsweise wird vor Ort Crêpes backen, die Besucher dürfen sich zudem auch auf Kuchen und Herzhaftes freuen. Dazu gibt es Blasmusik von Regina Maier, Bürgermeister Els wird über die Geschichte Forsterns berichten und Egon Eicher über die Historie der Eicher-Traktorenwerke, „denn die sind einfach untrennbar mit Forstern verwoben“, erklärt Rehbein. Ein festes Programm gibt es ansonsten nicht, es soll eine lockere Atmosphäre herrschen.

Rückkehr zur Grundidee im nächsten Jahr?

Weigl, der sich als sozialer Ansprechpartner um die Asylbewerber in der Gemeinde kümmert, möchte auch auf sie noch gezielt zugehen und sie zum Mitmachen animieren. „Vielleicht entwickelt es sich, dass wir im nächsten Jahr dann zur Grundidee eines Tages der Nationen zurückkehren“, hofft Weigl auf entsprechende Resonanz.

„Wir möchten den Bürgern einfach die Chance bieten, sich gegenseitig und das gesellschaftliche Leben in Forstern kennen zu lernen“, fasst Els zusammen. Raus aus der Anonymität, lautet die Devise. In der Dorfgemeinschaft will man das Miteinander stärken und so Barrieren überwinden, die – ob sprachlich oder kulturell – zwischen den verschiedenen Nationen bestehen können.

vam

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mehr Sicherheit auf Langenpreisings Radwegen
Die Fahrrad-Verbindungen von und nach Langenpreising, vor allem nach Wartenberg zur Mittelschule, sollen verbessert werden. 
Mehr Sicherheit auf Langenpreisings Radwegen
Der neue Edeka in Forstern soll vor Weihnachten 2021 eröffnen
Größer, moderner, fußläufig besser zu erreichen: Der neue Edeka in Forstern soll zum Weihnachtsgeschäft 2021 eröffnen.
Der neue Edeka in Forstern soll vor Weihnachten 2021 eröffnen
Therme Erding:  Betrunkene Münchnerin randaliert 
Sturzbetrunken und offenbar unter Drogeneinfluss war eine Münchnerin (32), als sie am Donnerstag gegen 15.45 Uhr in der Therme Erding randalierte.
Therme Erding:  Betrunkene Münchnerin randaliert 
„Brüder“: Ein Kinofilm made in Erding
Nelson Berger ist zwar erst 25 Jahre alt, aber in Erding bereits bekannt. Jetzt zeigt er seinen neuen Kinofilm. Am Montag, 25. November, ist Premiere der grottesken …
„Brüder“: Ein Kinofilm made in Erding

Kommentare