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So wollen sich in Forstern für die Generation 60plus einsetzen: Der neue Seniorenbeirat mit (v. l.) Rudi Püchner, Albert Herweger, Dieter Ruckdäschel, Donald Polzin, Gisela Niewind und Reinhard Anger. Bürgermeister Georg Els (hinten, l.) und der soziale Ansprechpartner Mathias Weigl (hinten, r.) freuen sich über das Engagement. 

Beiratswahlen 

Eine „mächtige Stimme“ für Forsterns Senioren

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Die Generation 60plus hat in Forstern nun offiziell ein Sprachrohr. Am Mittwochabend wurde der erste Seniorenbeirat der Gemeinde gewählt. Dazu trafen sich 17 Stimmberechtigte beim Hirschbachwirt.

Forstern– Die Generation 60plus hat in Forstern nun offiziell ein Sprachrohr. Am Mittwochabend wurde der erste Seniorenbeirat der Gemeinde gewählt. Dazu trafen sich 17 Stimmberechtigte beim Hirschbachwirt.

Die Gemeinde hatte bereits im November alle Bürger über 60 Jahre zu einer Infoveranstaltung eingeladen. In dieser Altersgruppe leben derzeit knapp 700 Bürger in Forstern. „Das Feedback aus der Bevölkerung war damals so, dass ein Seniorenbeirat gewünscht ist“, blickte Bürgermeister Georg Els zurück, der gemeinsam mit dem sozialen Ansprechpartner Mathias Weigl und Geschäftsleiterin Christine Pettinger zur Wahl eingeladen hatte. Daran teilnehmen durften alle Bürger mit Hauptwohnsitz in Forstern, die zum Wahltag das 60. Lebensjahr vollendet hatten.

Gleich zu Beginn legten die Anwesenden fest, dass eine Amtsperiode vier Jahre dauern soll. Außerdem wurde die Zahl der Beiräte von fünf auf sechs erhöht. Genau so viele Bürger stellten sich nämlich fürs Ehrenamt zu Verfügung, und man war einhellig der Meinung, dass alle Kandidaten zum Zug kommen sollten.

In geheimer Wahl erhielten Dr. Donald Polzin (63) und Albert Herweger (62) die meisten Stimmen. Polzin, der mit seiner Frau in Tading lebt, berichtete, wie wichtig externe Hilfe im Alter sei. Er wolle diese Hilfe in Forstern aufbauen – „und zwar so, wie wir es hier brauchen“. Behindertengerechte Wege und ein besserer ÖPNV, um mobil bleiben zu können, sind Herwegers Themen. Der gebürtige Forsterner ist Vorsitzender des VdK-Ortsverbands.

Jüngstes Mitglied im Beirat ist Reinhard Anger (61). Der Jurist und Versicherungskaufmann im Vorruhestand erklärte, dass Forstern wunderschön sei – „aber was ist, wenn man nicht mehr Auto fahren kann?“ Wohnangebote und Mobilität vor allem am Wochenende, aber auch digitale Angebote für Senioren stehen auf seiner Agenda.

Durch Vereinsaktivitäten und Wirtshausbesuche habe Rudi Püchner seine „Ohren an der Basis“. Der 66-Jährige betonte, dass die junge Gemeinde die Älteren nicht aus den Augen verlieren dürfe. „Diese Generation braucht eine mächtige Stimme“, sagte er. Dafür dürfe der Beirat jedoch kein Papiertiger sein.

Der Tadinger Dieter Ruckdäschel (65) erklärte, dass es im Alter immer schwieriger werde, Anschluss zu bekommen. Er will für ein bisschen mehr Menschlichkeit sorgen – und als aktives Mitglied die Vernetzung mit der Nachbarschaftshilfe vorantreiben.

Einzige Dame und zugleich ältestes Beiratsmitglied ist Gisela Niewind. Vor fünf Jahren ist sie aus dem Ruhrgebiet zu ihrem Sohn nach Forstern gezogen. „Ich bin 81 Jahre alt und habe immer noch das Gefühl, dass ich irgendetwas tun muss“, erklärte sie ihr Engagement.

Der nächste Schritt ist nun eine konstituierende Sitzung, in der ein Sprecher bestimmt wird. Auch der Gemeinderat ist gefragt – er entscheidet über das Budget des Beirats. „Ein Seniorenbeirat passt perfekt in die aktuelle Landkreispolitik“, sagte Els. In Arbeit sei derzeit ein Seniorenwegweiser, in dem der neue Beirat gleich als Kontakt aufgeführt werden könne. Das treibe die Vernetzung im Landkreis voran. Vroni Macht

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