Kooperation mit dem Landkreis

Datenschutzbeauftragter: Forstern ist dabei

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Die Gemeinde Forstern macht mit bei der Zweckvereinbarung mit dem Landratsamt für einen gemeinsamen IT-Sicherheits- sowie einen Datenschutzbeauftragten. Einstimmig fiel dafür der Beschluss in der Gemeinderatssitzung.

Forstern – Das Thema beschäftigt derzeit alle Kommunen im Erdinger Land. Bürgermeister Georg Els (AWG) erklärte, dass die Regierung von Oberbayern dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn zustimmen werde, sobald alle Kommunen die Zweckvereinbarungen abgeschlossen haben. „Hintergrund ist, dass die Gemeinden nicht die Manpower haben, sich um diese Bereiche selbst zu kümmern“, erklärte Els.

Wie berichtet, sollen die Kosten für die zwei neuen Vollzeit-Mitarbeiter zwischen dem Landkreis und den Gemeinden aufgeteilt werden. Die kommunalen Anteile werden anhand der Einwohnerzahlen ermittelt. Die jährlichen Folgekosten betragen für Forstern demnach voraussichtlich 60 Cent pro Einwohner – also rund 2370 Euro.

Laut Els gehören zu den Aufgaben des IT-Sicherheitsbeauftragten unter anderem Mitarbeiterschulungen. Der Datenschutz, um den sich bisher Kämmerer Jochen Goldammer gekümmert hat, erfordere nach der neuen Datenschutz-Grundverordnung immer mehr Kenntnisse. „Das alles ist ziemlich komplex geworden“, sagte Els, und Gerhard Eicher (CSU) erklärte ergänzend dazu, dass jeden Tag Angriffe auf die Server stattfänden. „Deshalb braucht man Leute, die auf dem neuesten Stand sind. Und das kann eine Gemeindeverwaltung gar nicht leisten.“

Anton Oskar (CSU) wollte wissen, wie sich die Datenschutzverordnung, ganz analog gesehen, mit Veranstaltungen im Rathaus wie Vernissagen vertrage: Könnten dann nicht Dritte in den Büros der Mitarbeiter Daten einsehen? „Bei uns sind alle Schränke absperrbar“, erklärte Els, teilweise sogar elektronisch.

Bei Vernissagen seien nie Besucher alleine in den Büros, dennoch sei freilich darauf zu achten, dass keine Akten herumliegen. „Wenn man den öffentlichen Raum wie eine Behörde für Ausstellungen zur Verfügung stellt, dann muss man gewährleisten, dass das nicht passiert“, so der Bürgermeister.  

Rubriklistenbild: © dpa / Sebastian Gollnow

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