Frist für Vertragsabschlüsse verlängert

Deutsche Glasfaser: Zweiter Anlauf fürs schnelle Netz

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Die Deutsche Glasfaser hat in Forstern und Pastetten nicht die nötige Zahl an Verträgen erreicht, um das Glasfasernetz anzupacken. Die Nachfragebündelung wurde jetzt verlängert.

Forstern/Pastettem– Die Möglichkeit für schnelles Internet geht in die Verlängerung: Das Unternehmen Deutsche Glasfaser will bekanntlich in Forstern und Pastetten auf eigene Kosten sein Glasfasernetz verlegen – aber nur, wenn mindestens 40 Prozent der Haushalte mitmachen. Weil diese Zahl zum Stichtag kurz vor Weihnachten nicht erreicht wurde, geht das Unternehmen in die Verlängerung: Bis zum 28. Januar haben die Bürger noch Zeit, einen Vertrag abzuschließen. Dann endet die sogenannte Nachfragebündelung. Während dieser Zeit ist ein Anschluss kostenlos.

„Stichtag war der 17. Dezember. Von den Zahlen her hat das nicht ganz geklappt“, berichtete Bürgermeister Georg Els (AWG) in der Forsterner Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. Dabei hatte sich das Unternehmen im Gespräch mit der Heimatzeitung gut eine Woche vor Fristende noch zuversichtlich gegeben. „In Bayern ist es nicht ungewöhnlich, dass die meisten Prozente in den letzten ein bis zwei Wochen gemacht werden. Wir sind optimistisch, dass beide Orte ihr Ziel erreichen“, hatte Sprecherin Simone Seifriedsberger erklärt.

In der Sitzung betonte Peter Reisinger, Regionalleiter der Deutschen Glasfaser für Bayern, ebenfalls: „Unsere Erfahrungswerte zeigen, dass am Ende die Zahlen extrem hochgehen. In Forstern und Pastetten war das komischerweise nicht der Fall.“ Er erklärt das mit dem Vorweihnachtsstress: Zwischen dem Kaufen von Geschenken und der Planung der Feiertage hätten wohl viele Leute weder die Zeit noch den Nerv gehabt, sich um einen Anschluss zu kümmern. Projektleiter Bernard Peterander ergänzte, dass man um das Risiko in der Vorweihnachtszeit gewusst habe. Auch sei der Zeitrahmen nicht ganz so lang angesetzt gewesen, wie üblich. „Wir haben’s dennoch versucht, aber es hat nicht geklappt“, gab Peterander zu.

Der geplante Ausbau in der Gemeinde Forstern umfasst den Hauptort und den Ortsteil Tading. Weitere Bereiche wie etwa Karlsdorf werden über das Bundesprogramm erschlossen – für diese Fördergebiete hat die Deutsche Glasfaser ebenfalls den Zuschlag bekommen.

Damit das Unternehmen jedoch auf eigene Kosten tätig wird, müssen 40 Prozent der Haushalte mitmachen. Bei 939 Wohneinheiten wären das 376 Verträge. Abgeschlossen wurden (Stand: 8. Januar) aber nur 262 Verträge, was 27,9 Prozent entspricht. „Es fehlen 114 Verträge. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass wir einen siebenstelligen Betrag investieren werden, wenn es klappen würde“, sagte Reisinger. In Pastetten habe man marginal mehr Abschlüsse.

Nach Aussage Peteranders will man jetzt „mit Vollgas in die Verlängerung“ gehen und die Werbung intensivieren. Am 26. Januar ist ein Glasfasertag mit Aktionen im Servicepunkt an der Hauptstraße geplant. Die Nachfragebündelung endet am 28. Januar um Mitternacht. „Und wenn dann nur 37 Prozent erreicht wurden?“, wollte Franz-Josef Obermaier (AWG) wissen. „Dann hängt es von der Geschäftsleitung ab, ob der Ausbau dennoch realisiert wird“, so Reisinger.

Els erklärte, er könne nur an die Bürger appellieren, sich aufzuraffen und mitzumachen. „Die Politik schafft die Rahmenbedingungen, jetzt müssen die Bürger entscheiden“, meinte der Rathauschef. Auch seine Pastettener Kollegin Cornelia Vogelfänger (CSU) ruft die Bürger dazu auf, einen Vertrag abzuschließen – unter anderem im Sozialen Netzwerk Facebook: „So eine Chance bekommen wir nicht wieder zu dem Preis“, schreibt sie.

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Rubriklistenbild: © dpa / Sebastian Gollnow

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