1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Forstern

„Die Höhle der Löwen“: Ein Investor schlägt bei „Le Gillard“ zu

Erstellt:

Von: Veronika Macht

Kommentare

Deal gelungen: Die Gründer Damian Breu, Dominik Nimar und Fabio del Tufo mit Investor Nils Glagau (v. l.), der in das Unternehmen einsteigt.
Deal gelungen: Die Gründer Damian Breu, Dominik Nimar und Fabio del Tufo mit Investor Nils Glagau (v. l.), der in das Unternehmen einsteigt. © RTL/Frank W. Hempel

Die drei Gründer von „Le Gillard“ haben bei „Die Höhle der Löwe“ einen Investor überzeugt. Unternehmer Nils Glagau steigt ins Unternehmen ein.

Poing/Forstern – Sie haben den Deal: Die Gründer der Spirituosen-Marke „Le Gillard“ konnten in der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ einen Investor von sich und ihrem Produkt überzeugen. Nils Glagau, Inhaber und Geschäftsführer des Familienunternehmens Orthomol, bot Fabio del Tufo, der voriges Jahr mit seiner Familie von Forstern nach Poing gezogen ist, sowie Damian Breu und Dominik Nimar aus München ein Investment von 150 000 Euro für 30 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen mit Sitz in Poing.

(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Erding-Newsletter.)

Ausgestrahlt wurde die Sendung am Montagabend. Wie berichtet, wollen del Tufo, Breu und Nimar mit ihrem Getränk den Spirituosenmarkt aufmischen. Da alle drei eine Hörbehinderung haben, war Gebärdensprachdolmetscher Thorsten Rose bei der Verhandlung mit den Investoren dabei. Die Gründer erzählten die Geschichte ihres Getränks und ihres Unternehmens, das inzwischen in „Le Gillard“ umbenannt wurde, bei der Gründung aber noch „GinGillard“ hieß. Dieser Name war auch ein Kritikpunkt der Investoren, denn es handelt sich nicht um einen klassischen Gin, sondern um eine citrushaltige Spirituose auf Gin-Basis.

Judith Williams: „Das erinnert mich an Limoncello, nur ohne das Cremige drum herum“

Freilich durften die fünf Investoren – Nils Glagau, Judith Williams, Georg Kofler, Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmeyer – auch probieren. „Das erinnert mich an Limoncello, nur ohne das Cremige drum herum“, konstatierte Williams. Nach Gin schmecke der Drink nicht, weshalb Maschmeyer fragte, ob es das Ziel gewesen sei, die Strenge des Wacholdergeschmacks zu mildern und damit quasi die Nicht-Gin-Trinker zum Gintrinken einzuladen. „Genau, es geht darum, auch den Gin-Anfänger in den Genuss des Gins zu bringen“, erklärte del Tufo. Großes Ziel sei es, ein inklusives Unternehmen mit einem besonderen Getränk aufzubauen.

Die Löwen zeigten sich beeindruckt von den Gründern und ihrem Produkt. „Ich finde es toll, was ihr aufgebaut habt, ich bewundere den Mut, dass ihr den Gründungsweg eingeschlagen habt“, meinte etwa Maschmeyer. Aus verschiedenen Gründen sagten die Investoren trotzdem nach und nach ab, bis nur noch Glagau übrig war.

Viel Lob der „Löwen“ für die „coole Truppe“

Er war schon begeistert von den Kunstboxen, für welche die Unternehmer mit verschiedenen Künstlern zusammenarbeiten. „Ich finde diese schönen Verpackungen, diese Kunst, die man schon mal sieht, sehr schön“, meinte Glagau. Er gab zu, dass er erst gedacht habe: „Och, schon wieder ein Gin. Man wird überflutet damit, und ich glaube, noch einen Gin braucht diese Welt nicht. Aber ihr seid kein Gin.“ Zudem finde er, das Gründertrio sei eine „coole Truppe“.

So bot Glagau am Ende 150 000 Euro für 30 Prozent der Geschäftsanteile, „dann gehen wir gemeinsam den Weg und werden alle Gin- wie auch Nicht-Gintrinker mit Gillard beglücken“. Auch wenn sie ursprünglich nur 15 Prozent der Anteile hergeben wollten, nahmen die Gründer nach kurzer Beratung den Deal an. „Uns fällt ein riesiger Stein vom Herzen“, gestand del Tufo: „Wir sind überwältigt.“ Und Glagau twitterte kurz danach, er sehe großes Potenzial in dem Getränk, auch wenn der Spirituosenmarkt von hohem Wettbewerbsdruck geprägt sei: „Jetzt gilt es keine Zeit zu verlieren, um ,Le Gillard‘ groß zu machen.“

Die Sendung im Stream: Wer die Sendung verpasst hat, kann sie auf RTL+ streamen.

Auch interessant

Kommentare