Eichengrün Karlsdorf

Startschuss für den Heimbau der Schützen

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Forstern - Grünes Licht für die Eichengrün-Schützen: Dem Bau des eigenen Vereinsheims in Karlsdorf steht nichts mehr im Wege.

Die Eichengrün-Schützen dürfen an der Forststraße 4 in Karlsdorf ein eigenes Schützenheim errichten. Der Bauausschuss der Gemeinde hat am Montagabend Grünes Licht dafür gegeben. Einen Tag später machte der Gemeinderat auch planrechtlich den Weg frei und schaffte Baurecht durch die städtebauliche Satzung „Karlsdorf Süd“. Diese war erforderlich, damit die Schützen im Außenbereich bauen dürfen. Der gesamte Umgriff der Satzung umfasst rund ein Dutzend Grundstücke. Von den Behörden, Trägern öffentlicher Belange und betroffenen Bürgern waren nicht viele Stellungnahmen eingegangen. So weist beispielsweise die Untere Immissionsschutzbehörde auf die Wohnbebauung hin, die sich in rund 30 Metern Entfernung befindet. Die Bauherren müssen im Baugenehmigungsverfahren nachweisen, dass die vorgeschriebenen Richtwerte eingehalten werden. Auch die Anlieger auf der anderen Seite der Forststraße haben sich zu Wort gemeldet. Sie sorgen sich um die Parkplatzsituation. 13 Stellplätze werden beim Schützenheim entstehen. Doch falls mehr Besucher mit dem Auto kommen? „Wir verbieten jede Abstellung von Fahrzeugen an unseren sämtlichen Grundstücken in Karlsdorf, auch gegenüber bei unserem Ackerland“, schreibt die Familie an die Gemeinde. Der Gemeinderat reagierte darauf mit dem Beschluss, dass „ein Abstellen von Fremd-Fahrzeugen auf privatem Grundstück ohne Zustimmung des Grundstückseigentümers“ nicht zulässig ist. Entstehen soll die neue Eichengrün-Heimat auf einer rund 900 Quadratmeter großen Wiese, die Fritz und Resi Obermeier dem Verein auf 30 Jahre verpachtet haben. Wenn sie sich finanziell von ihrem Heimbau erholt haben, haben die Schützen das Vorkaufsrecht für das Grundstück. 12 mal 24 Meter soll das einstöckige Schützenheim groß werden, mit Platz für neun Luftgewehr- und Luftpistolen-Schießstände sowie zwei für Armbrustschützen. Doch man will kein reines Schützenheim bauen, sondern eine Begegnungsstätte für alle Bürger und ganz Karlsdorf. „Der elektronische Schießstand wird deswegen so gebaut, dass man ihn auch als Versammlungsstätte nutzen kann“, erklärte Ratsmitglied und Zweiter Eichengrün-Schützenmeister Franz-Josef Obermaier (AWG) in der Bauausschusssitzung. Etwa 114 Quadratmeter seien dann als Saal nutzbar. Neben Schießständen, Büro- und Technikraum, Umkleiden und WCs ist auch ein Stüberl geplant. Der Verein tritt selbst als Bauherr auf und will das Gebäude zum Teil unterkellern. Im Untergeschoss ist dann auch Platz beispielsweise für ein Stuhllager. Für die Schützengesellschaft Eichengrün dürfte der Hausbau ein finanzieller Kraftakt werden. Zwar steuert die Gemeinde Geld bei – 100 000 Euro wurden in den Haushalt eingestellt. Und auch die Förderzusagen, etwa vom Bayerischen Sportschützenbund, seien längst da. Doch den Rest trägt der Verein selbst. Auch jede Menge Eigenleistung wollen die Schützen, in deren Reihen zahlreiche Handwerker sind, erbringen.           

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