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Ein Rohbau ist das Schützenheim in Karlsdorf. An dieser Wand wird der elektronische Schießstand montiert.

Eichengrün Karlsdorf 

Per Digital-Finanzierung zum Schießstand

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Der Neubau des Heims der Eichengrün-Schützen Karlsdorf schreitet voran. Der Rohbau steht längst, jetzt ist der Innenausbau an der Reihe. Zur Finanzierung des elektronischen Schießstands geht der Verein ganz moderne Wege.

Forstern– Rund ein Jahr ist vergangen, seit der Grundstein für das neue Schützenheim der Eichengrün-Schützen Karlsdorf gelegt wurde. Seitdem hat sich auf dem Grundstück an der Forststraße viel getan. 4600 Stunden haben die Helfer bislang investiert.

Im September 2016 wurde Hebweih gefeiert, seit Spätherbst sind die Fenster gesetzt. Elektrik, Heizung und Wasserleitungen wurden installiert, der Innen- und Außenputz aufgebracht. Der Estrich ist verlegt und die Feuerschutzdecke eingezogen. Die Bleche für die Schießanlage sind an der Wand des zukünftigen Schießstands montiert. Hier sollen die Schützen bald an neun Schießständen für Luftgewehr und Luftpistole die Ziele ins Visier nehmen. Weitere zwei Stände sind für Armbrustschützen vorgesehen – eine Disziplin, die der Verein dann neu ins Angebot nehmen wird. Schützenmeister Josef Estermann rechnet damit, dass das Heim im Herbst fertig ist.

Doch bis dahin gibt es noch viel zu tun – von der Akustikdecke bis zum Einbau der sanitären Anlagen und der Küche. Demnächst sollen zudem Jahreszahl des Baubeginns, Schriftzug und Wappen an der Fassade montiert werden.

Bekanntermaßen finanzieren die Schützen ihren Neubau unter anderem durch Zuschüsse von Gemeinde, Landkreis und Schützenbund. Aber auch an Eigenleistung und Vereinsguthaben stecken sie jede Menge in das Gebäude. Die Erlöse aus dem traditionellen Waldfest, das am 23. Juli (Ausweichtermin: 30. Juli) steigen soll, sowie aus der Christbaumversteigerung im Winter fließen zudem ins neue Schützenheim.

„Vergessen darf man freilich nicht die Spenden“, erklärt Estermann und freut sich, dass so viele Bürger und Firmen den Neubau unterstützen. „Das ist unbandig wichtig. Ohne diesen Zusammenhalt würde es nicht gehen.“ Besonders der Zweite Schützenmeister Franz-Josef Obermaier, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauunternehmens aus Forstern, greife seinem Verein unter die Arme, wo es nur geht. Und auch mit den zukünftigen Nachbarn verstehe man sich blendend, freut sich Estermann.

Zur Finanzierung des elektronischen Schießstands geht Eichengrün moderne Wege. Nachdem es einige Vereine in der Umgebung erfolgreich vorgemacht hatten, versuchen sich die Schützen im Crowdfunding. Unterstützt von der Raiffeisen-Volksbank Isen-Sempt, sammeln sie Spendengelder.

Estermann erklärt einen entscheidenden Vorteil des elektronischen Schießstands: „Er kann multifunktional für neue Schießarten, wie beispielsweise Lichtgewehrschießen, genutzt werden.“ So könnten auch Jugendliche bereits im Alter von acht bis zehn Jahren an den Schießsport herangeführt werden – und das völlig ungefährlich. Zudem werde dem Schützen der Treffer sofort auf einem kleinen Monitor angezeigt, und Wettkämpfe könnten von den Zuschauern live mitverfolgt werden.

Wer den 1936 gegründeten Schützenverein unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun. „Viele schaffen mehr“ heißt das Projekt, das schon vielfach erfolgreich war. So hat beispielsweise der FC Forstern einen neuen Traktor zur Kunstrasenpflege finanziert, die TSG Pastetten Gelder zur Wettkampfunterstützung gesammelt oder der TSV Isen hochwertige Trainingsausrüstung für seine Fußballer angeschafft.

Die Aktion läuft bis zum 14. Juni, und die Raiffeisen-Volksbank legt auf jede Spende zusätzlich 20 Prozent drauf. Spenden kann man online über die Homepage der Raiffeisen-Volksbank, per Kreditkarte und Lastschrift oder auch über einen Überweisungsträger, der in den Filialen ausliegt.

Alle Infos stehen online

auf rvb-isen-sempt.viele-schaffen-mehr.de


Von Vroni Macht

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