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Ein wenig nass wurde es für manche Kirchenbesucher beim Segen durch Pfarrer Christoph Stürzer. 

Gelungene Einweihung

Karlsdorfer Schützenheim begeistert

Karlsdorf - Ein buntes Fahnenmeer unter weiß-blauem Himmel, stolze Karlsdorfer Schützenmitglieder, viel Prominenz und begeisterte Gäste in Dirndl und Lederhosen: Das alles war am Sonntag bei der Einweihung des neuen Karlsdorfer Schützenheimes zu sehen.

Schützenmeister Josef Estermann begrüßte die etwa 400 Gäste, unter ihnen auch den Forsterner Bürgermeister Georg Els, Vizelandrat Jakob Schwimmer, Gauschützenmeister Klaus Waldherr, Sektionsschützenmeister Egon Regauer und ganz besonders die in Forstern ansässige Regierungspräsidentin Maria Els. Pfarrer Christoph Stürzer betonte, dass „die Segnung dieses Schützenheimes etwas nicht Alltägliches ist, sondern etwas Besonderes im Hinblick darauf, dass so viele Menschen zusammengewirkt haben“. Die von Bürgermeister Els mitgebrachten zwei Kreuze aus Bronze wurden im anschließenden Gottesdienst gesegnet und aufgehängt.

In seiner Predigt ging Pfarrer Stürzer darauf ein, dass Schützen und Schießen in Deutschland eine bekannte Symbolik sind, dass es dazu viele Sprichworte gibt, wie „das Ziel anvisieren, ins Schwarze getroffen oder das Ziel verfehlt“. So ist der Heilige Sebastian der Patron der Schützen, dessen Reliquie in Ebersberg aufbewahrt wird. Am Ende des Gottesdienstes gab es noch eine Überraschung, als Schützenmeister Josef Estermann die Kollekte des Gottesdienstes an Pfarrer Stürzer übergab, mit der Bitte, diese für das Forsterner Jugendprojekt zu verwenden. Hier geht es darum, herauszufinden, welche Richtung die Jugend auf dem Land weitergehen möchte, wie die Seelsorge der Zukunft stattfinden soll, wie man Menschen erreicht, die neu zugezogen sind und nicht gläubig sind. Dafür gab es großen Applaus der Gäste.

Die stechende Hitze machte so manchem zu schaffen, und so waren die angebotenen Getränke heiß begehrt. Der Hunger wurde mit Schweinsbraten sowie Kartoffel- und Krautsalat gestillt, den ein eingespieltes Schützenteam mit eigens angefertigten übergroßen Tabletts an die Tische lieferte.

Schützenmeister Josef Estermann erinnerte in seiner Rede an die vielen Diskussionen und die schwierige Entscheidung für den Bau des Schützenheimes. Er dankte allen Mitgliedern für die geleisteten 11 000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit, den Rentnern, die bei Wind und Wetter täglich auf der Baustelle waren, sowie allen Geld- und Sachspendern. Ein Dank ging an die Regierung von Oberbayern, das Landratsamt und die Gemeinde Forstern für ihre Zuschüsse, ebenso an den Bayerischen Sportschützenbund für die gute Beratung. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ ging an Famile Obermaier, die das Grundstück zur Verfügung gestellt hat.

Sektionsschützenmeister Egon Regauer übergab zur Erinnerung an die Einweihung eine Schützenscheibe, die der Forsterner Kunstmaler Erwin Neumaier kreiert hat. „Das Schützenheim ist schön, praktisch und wie wir beim Sektionsschießen bereits gesehen haben sind die Schießstände optimal“. Auch Gauschützenmeister Klaus Waldherr freut sich über die neue Heimat der Karlsdorfer Schützen und sagte, „ich bin stolz darauf, dass die Karlsdorfer Schützen als einziger Verein im Gau Erding ein Armbrustschießen anbieten.

Auch Bürgermeister Els zeigte sich begeistert von der neuen Heimat der Karlsdorfer Schützen. Der Gemeindechef betonte auch, dass „die Schützenvereine ein wesentlicher Bestandteil der Dorfgemeinschaft sind. Hier sind die Jugendlichen eingebunden, hier wird ihnen in Zeiten der Globalisierung Disziplin, Verantwortung, Solidarität und Hilfsbereitschaft vermittelt“. (Elvi Reichert)

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