Gemeinderat Forstern

Ein Masterplan für schnelleres Internet

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Das Breitband-Internet soll in der Gemeinde Forstern weiter ausgebaut werden.

Forstern – Die Gemeinde Forstern ist in einigen Teilen schon mit schnellem Internet versorgt. Doch noch gibt es einige weiße Flecken, und manche Anschlüsse könnten noch schneller werden. Darum hat sich der Gemeinderat schwerpunktmäßig mit dem Thema Breitband befasst.

Bürgermeister Georg Els (AWG) blickte auf Förderprogramme zurück, die die Kommune bereits ausgeschöpft hat: So gab es vor zwei Jahren 151 000 Euro Zuschuss aus einem bayerischen Breitbandprogramm. Im vergangenen Jahr folgten 50 000 Euro Förderung für die Erstellung eines Leerrohrkonzepts. Schließlich kam im vergangenen August vom Bund eine Unterstützung in Höhe von 463 000 Euro.

Aber Els erklärte: „Beim Bundesprogramm verkleinert sich unsere Wirtschaftlichkeitslücke nochmals, da wir beim Bayernprogramm nicht die gesamte Fördersumme gebraucht haben“, doch ihm sei es gelungen, dass die bisher nicht verwendeten Gelder ebenfalls in den weiteren Ausbau fließen können. „Wenn diese drei Bausteine abgeschlossen sind, haben wir die Gesamtförderung ausgeschöpft, die es für die Gemeinde gibt. Mehr wäre nicht drin“, sagte er. Hinzu komme eventuell demnächst ein vierter Baustein, nämlich für die bessere Versorgung von Bereichen, bei denen die bisherigen Programme nicht gegriffen haben.

Dafür wird sich in der nächsten Ratssitzung am morgigen Mittwoch die Firma Deutsche Glasfaser vorstellen. Sie will die Bereiche mit Glasfaser bis zum Haus versorgen, die bisher durchs Raster der Förderprogramme gefallen sind, erklärte Forsterns Breitbandpatin Gerlinde Wimmer.

Bereits in der vergangenen Sitzung stellte Stefan Köbler von der Münchner Beratungsfirma MRK Media das Leerrohrkonzept für die Gemeinde – den sogenannten Masterplan – vor. Ein solches Papier haben schon viele Kommunen im Landkreis anfertigen lassen, da deren Erstellung zu 100 Prozent gefördert worden und somit für die Gemeinden kostenlos war. Vereinfacht gesagt geht es bei diesem Masterplan darum, zu eruieren, in welchen Bereichen Leerrohre für Breitband gleich mitverlegt werden sollen, wenn ohnehin Straßenbaumaßnahmen anstehen. „So kann man Synergieeffekte nutzen“, erklärte Köbler. „Man will im Prinzip vermeiden, dass man bei Bauarbeiten die Breitbandversorgung vergisst“, meinte Els dazu. Denn häufig genug komme von den Bürgern der Vorwurf, dass neue Straßen, kaum dass sie gebaut wurden, gleich wieder aufgerissen würden, unter anderem fürs schnelle Internet und: „Das Konzept bietet sich zu diesem Zeitpunkt an, weil die Sanierung unserer Ortsdurchfahrt ansteht“, erklärte Geschäftsleiterin Christine Pettinger. Dabei könnten die Ingenieure gleich auf den Masterplan zurückgreifen.

Großes Interesse an den Leerrohren hätten Telekom und Vodafone. Von Telefónica/E-Plus hingegen gab es keine Antwort, und die Amplus AG habe mitgeteilt, dass „neu verlegte Leerrohre in ihre Expansionspläne gut reinpassen würden“. Gegebenenfalls Interesse habe zudem M-net bekundet. Abgefragt hatte das Büro auch, ob die bestehenden Telekommunikationsfirmen an einer späteren Anmietung oder einem Kauf von Leerrohren interessiert wären.

Die nächste Ratssitzung

ist morgen um 19.30 Uhr im Rathaus Forstern. Auf der Tagesordnung stehen neben dem Beschluss für den Glasfaser-Ausbau auch die Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Forstern-Nord (Erweiterung)“ und ein Zuschuss-Antrag der KLJB.

Rubriklistenbild: © dpa / Carsten Rehder

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