+
Lisa-Marie Mayer Die 19-Jährige geht für elf Monate Freiwilligendienst nach Peru.  

Hilfsdienst im Ausland

Elf freiwillige Monate in Peru

  • schließen

Forstern – Mit dem Abi in der Tasche zieht es viele junge Leute ins Ausland. Auch Lisa-Marie Mayer (19) aus Forstern will in die weite Welt – aber nicht zum Urlaub machen, sondern um zu helfen.

Abi gemacht, Koffer gepackt, raus aus Deutschland: Jedes Jahr entscheiden sich tausende junge Leute nach dem Schulabschluss für eine Auszeit im Ausland. Dorthin zieht es auch Lisa-Marie Mayer. Die 19-jährige Forsternerin will etwas erleben, fremde Kulturen kennenlernen, eine neue Sprache sprechen. Und sie will helfen. Dafür geht Mayer im Februar für elf Monate nach Peru.

Im Sommer hat sie am Korbin

ian-Aigner-Gymnasium in Erding ihr Abitur gemacht. „Für mich war schon lange klar, dass ich nach der Schule nicht sofort studieren will“, erzählt die junge Frau. Das Jahr Pause nach dem G 8 wollte sie eigentlich beim „Work and Travel“ in Australien verbringen. „Im Lauf der zwölften Klasse hat sich das aber geändert“, sagt Mayer.

Also hat sie im Internet recherchiert und ist auf das Programm „weltwärts“ der Organisation AFS Interkulturelle Begegnungen gestoßen. „Das hat mir so gut gefallen, dass mir schnell klar war: Das will ich machen.“ Mayer schickte eine Bewerbung ab, kam ins Auswahlverfahren und erhielt die Zusage für Peru. „Man kann sich nicht aussuchen, wo man hinkommt, sondern gibt lediglich fünf Wunschländer an“, erzählt die 19-Jährige, die auch Südafrika und die Philippinen auf ihrer Liste hatte.

Für Mayer steht nun erst einmal wieder lernen auf dem Programm – Spanisch lernen. „Die Sprache wird zunächst die größte Herausforderung sein“, sagt sie. Seit vier Wochen ist sie am Pauken. Eine Muttersprachlerin aus Venezuela gibt ihr zweimal pro Woche Privatunterricht.

„Weltwärts“ wird gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das 75 Prozent der Kosten übernimmt. Jeder Teilnehmer muss darüber hinaus einen Förderkreis aus Spendern und Sponsoren aufbauen – auch, um die Idee des Projektes zu verbreiten.

Ende Februar wird Mayer in die peruanische Hauptstadt Lima reisen, um dort elf Monate lang an unterschiedlichen Projekten teilzunehmen. Was genau ihre Aufgaben sein werden, steht noch nicht fest. Gerne würde sie etwas mit Kindern machen, aber auch die Arbeit mit Senioren, Behinderten oder Obdachlosen ist möglich.

In jedem Fall möchte Mayer auch die Kraft der Musik einsetzen. „Musik ist meine Leidenschaft und ich möchte sie nutzen, um den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“, sagt die Forsternerin, die Klavier und Geige spielt sowie singt. Am liebsten würde sie dafür ihre Geige mitnehmen. Den Gesang hat sie ohnehin immer dabei.

„Ich weiß, dass mich in Peru ganz andere Lebensbedingungen erwarten als hier. Aber ich bin offen für neue Kulturen“, sagt Mayer, die während der elf Monate voraussichtlich in einer Gastfamilie wohnen wird. Um auf das Leben in dem südamerikanischen Staat vorbereitet zu sein, wird sie im Januar spezielle Seminare besuchen. Der richtige Umgang mit Geld in dem von Armut und Ungleichheit geprägten Land wird dort ebenso Thema sein wie die eigene Sicherheit vor Ort.

„Ich weiß, dass ich in elf Monaten nicht die Armut in Peru bekämpfen kann und erst recht nicht die Welt retten kann. Aber ich kann mich engagieren und anderen Menschen helfen“, sagt Mayer. Und sie kann die Zeit nutzen, um sich darüber klar zu werden, in welche Richtung ihre Zukunft gehen soll. Studieren möchte sie schon, sagt die junge Frau. Musik zum Beispiel. Oder etwas im sozialen Bereich.

Alle Infos zum Projekt

erteilt Lisa-Marie Mayer per E-Mail an lisamariemayer@web.de. Wer ihre Arbeit unterstützen möchte, kann das mit einer Spende auf folgendes Konto bei der Raiffeisenbank Isen-Sempt eG tun: IBAN: DE84 7016 9605 0104 0085 02. Kontoinhaber: Lisa-Marie Mayer. Verwendungszweck: Peru, Name und Adresse für die Zustellung einer Spendenquittung von AFS.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ulrike Scharf gibt Landesvorsitz ab
Ulrike Scharf ist nicht länger Vorsitzende der Wasserwacht Bayern.
Ulrike Scharf gibt Landesvorsitz ab
Seit 140 Jahren retten, löschen, bergen, schützen
Bei strahlendem Sonnenschein beging die Freiwillige Feuerwehr Hörlkofen ihr 140-jähriges Bestehen.
Seit 140 Jahren retten, löschen, bergen, schützen
Trachtenwallfahrt bei Kaiserwetter
Bei herrlichstem Frühsommerwetter startete an Christi Himmelfahrt zum 57. Mal die traditionelle, vom Heimat- und Volkstrachtenverein Wartenberg ins Leben gerufene …
Trachtenwallfahrt bei Kaiserwetter
Spielerische Botschaft gegen Fremdenhass
Die Theaterwerkstatt der Mittelschule Altenerding hat das Stück „(M)ausland ist überall“ in der Schulaula präsentiert und sich damit gegen Ausländerfeindlichkeit …
Spielerische Botschaft gegen Fremdenhass

Kommentare