Gemeinderat Forstern

Els: „Asche auch nach zehn Jahren noch würdigen“

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Forstern – Die Kosten für Gräber auf dem gemeindlichen Friedhof in Forstern sind gestiegen. Seit Anfang August gelten neue Gebühren.

Wie berichtet, hatte die Rechtsaufsicht mehrmals moniert, dass diese bei weitem nicht kostendeckend seien. Das sind sie zwar auch künftig nicht, doch wird aufgrund der Anhebung immerhin gut die Hälfte des gemeindlichen Aufwands ausgeglichen.

In der Gemeinderatssitzung, in der die Satzung verabschiedet wurde, verlas Geschäftsleiterin Christine Pettinger die Änderungen, die vor allem die Grabnutzungsgebühren betreffen. Demnach kostet jetzt ein Reihengrab für eine Ruhezeit von zehn Jahren 460 Euro (bisher: 265 Euro), das Familiengrab 640 Euro (415 Euro), ein Erdurnengrab 180 Euro (80 Euro) und ein Wandurnengrab 550 Euro (390 Euro). Für ein Liegerecht von 20 Jahren wird jeweils die doppelte Summe fällig. Die Fundamentherstellungskosten wurden für eine Grabstelle auf 80 Euro festgesetzt. Die Benutzung der Leichenhalle kostet 55 Euro statt bisher 49 Euro.

Unverändert geblieben sind die Verwaltungsgebühren. Nach wie vor zahlt man etwa für die Ausstellung einer Graburkunde und für die Umschreibung oder Verlängerung des Nutzungsrechts jeweils zehn Euro. Die Gestattung von Ausnahmen kostet 15 Euro, die Genehmigung zur Umbettung oder Ausgrabung einer Leiche 50 Euro. Laufende Verträge sind nicht betroffen.

Jetzt können die Bürger zudem wählen, wie sie die Gebühren begleichen wollen – gleich für zehn beziehungsweise 20 Jahre oder aber jährlich. Letztere Option ist neu und dem Umstand geschuldet, dass viele Menschen, gerade im Rentenalter, sich größere Summen nicht auf einmal leisten könnten, erklärte Bürgermeister Georg Els (AWG).

„Wenn jemand nach zehn Jahren nicht mehr zahlt, was passiert dann eigentlich mit der Urne?“ wollte Stefan Ganghofer (CSU) wissen. „Nach zehn Jahren ist Asche von Verstorbenen gesetzlich einfach nur Asche. Rein theoretisch dürfte man sie also in der Aschentonne entsorgen“, klärte Pettinger auf. Freilich mache das aber niemand – auch nicht in der Gemeinde Forstern. Hierfür steht nahe der Urnenwand eine so genannte Kaverne bereit, eine Sammelstelle für Asche, denn diese „muss man auch nach zehn Jahren noch würdigen“, findet der Bürgermeister. „Wird das abgelaufene Nutzungsrecht nicht mehr verlängert, ist die Gemeinde berechtigt, an der von ihr bestimmten Stelle des Friedhofs Aschenreste in würdiger Weise der Erde zu übergeben und eventuell vorhandene Urnen zu entsorgen“, heißt es dazu in der Friedhofssatzung.

Diese gilt nur für den kommunalen Teil des Gottesackers. Doch auch die Gebühren in den kirchlichen Friedhöfen der Gemeinde wurden heuer angepasst. Im Report der Pfarrei Mariä-Himmelfahrt Forstern-Tading war zu lesen, dass mit Beginn des Jahres „für sämtliche kirchlichen Friedhöfe in unserer Pfarrgemeinde neue Friedhofsordnungen und neue Gebührenordnungen in Kraft“ getreten sind. Durch Vorgaben der kirchlichen Revision des erzbischöflichen Ordinariats sei man angehalten gewesen, die Grabgebühren anzupassen. Diese gelten in allen Friedhöfen des Pfarrverbands. Demnach betragen die jährlichen Gebühren für Einzelgräber 25 Euro, für Doppelgräber 35 und für Urnengräber 25 Euro.  vam

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