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Über das weitere Vorgehen berät die Münchner Bildhauerin Elke Härtel mit Lothar Maurer von der Firma Feckl Maschinenbau aus Forstern. In der Hand haben sie das Modell für das Mahnmal. Vorne im Bild sind die verpackten Edelstahl-Elemente zu sehen, die einmal die Ringkrone bilden werden.

Erinnerung an die Opfer des Amoklaufs 

OEZ-Mahnmal wird in Forstern gefertigt

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Ein Denkmal soll an die neun Opfer des Amoklaufs im Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) vor einem Jahr erinnern. Das Kunstwerk der Bildhauerin Elke Härtel wird in Forstern bei der Firma Feckl gebaut.

Forstern– Am 22. Juli 2016 erschoss ein Amokläufer im Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) neun Menschen. Auf den Tag genau ein Jahr später soll nun ein Denkmal eingeweiht werden, das an die Opfer erinnert.

Bereits kurz nach dem Amoklauf hatte der Münchner Stadtrat entschieden, dass ein Mahnmal die Getöteten unvergessen machen soll. Im November wurde unter Federführung des Kulturreferats der Stadt München ein Wettbewerb angestoßen, bei dem insgesamt sieben Künstler ihre Ideen und Vorschläge einreichten. Ausgewählt wurde der Entwurf der Münchner Bildhauerin Elke Härtel. Es stellt einen überdimensionalen Fingerring dar, der halb in die Erde eingelassen wird. Aus Edelstahl gebogene Platten symbolisieren Diamanten, in ihre Rückseiten sind die Porträts der neun Opfer per Lasertechnik eingraviert. Miteinander verbunden, bilden die neun Steine die Ringkrone und damit das Herzstück des Denkmals.

Gebaut wird das Kunstwerk von der Firma Peter Feckl Maschinenbau in Forstern. Bevor Härtel ihren Entwurf einreichte, hatte sich die gebürtige Altenerdingerin mit einem Modell an die Maschinenbauer gewandt, um die Machbarkeit prüfen zu lassen. Empfohlen wurde ihr die Firma, so Härtel, von einem Bronzegießer, mit dem sie des Öfteren zusammenarbeitet. „Ich hatte mich noch nicht richtig zwischen Bronze und Edelstahl entschieden“, sagt die diplomierte Bildhauerin. Der Bronzegießer konnte aber den Auftrag nicht übernehmen, und somit fiel die Entscheidung auf Edelstahl und die Firma Feckl.

Deren Fachleute bestätigten ihr zunächst die Realisierbarkeit. „Nachdem der Wettbewerb gewonnen war, haben wir uns an die Arbeit gemacht“, sagt Lothar Maurer, Assistent der Geschäftsleitung. Auf dem Programm standen dann die Feinplanung und die Berechnung der Statik. Immerhin muss geschätzt eine Tonne Edelstahl einen sicheren Stand finden.

Das Material wurde sandgestrahlt und mit einer keramischen Schutzschicht versehen. „Sehr viel probiert“, so die Künstlerin, habe sie bei der Lösung für die Porträts, welche die Angehörigen zur Verfügung gestellt haben. Sie wurden bearbeitet und der Hintergrund einheitlich gestaltet. Neben dem Namen des Opfers wird auch dessen Alter genannt.

In der Forsterner Firma liefen dieser Tage die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das Denkmal wird derzeit vormontiert und soll in dieser Woche in München vor dem OEZ aufgestellt werden. Am Jahrestag des Amokslaufs wird es feierlich eingeweiht.

Mit dem Bau von Kunstwerken hat man in Forstern übrigens gute Erfahrungen gesammelt. Etwa 30 bis 40 Stück, schätzt Maurer, habe man seit 1991 im Auftrag von Künstlern gefertigt. Sie stehen unter anderem am Brombachsee, in Volkach, Bayreuth und Würzburg.

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