Geht in Gemeindehand über: der Kinderhort in der Forsterner Ortsmitte. Der hintere Teil gehört der Kommune schon, jetzt kauft sie auch den vorderen Teil (im Bild links).
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Geht in Gemeindehand über: der Kinderhort in der Forsterner Ortsmitte. Der hintere Teil gehört der Kommune schon, jetzt kauft sie auch den vorderen Teil (im Bild links).

Villa Kunterbunt

Forstern kauft Hort-Container

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Mieten oder kaufen? Diese Frage stellte sich im Forsterner Gemeinderat beim Thema Hort-Container.

Forstern – Vom Miet- zum Kaufvertrag: Die Gemeinde Forstern kauft den zuletzt aufgestellten Teil des Kinderhorts, der bekanntermaßen in Containern untergebracht ist. Der Grund: Die Villa Kunterbunt muss länger als geplant in den Containern untergebracht bleiben.

Wie Rainer Streu (AWG) in der Gemeinderatssitzung erklärte, kommt es beim Bau des Kinderhauses in Karlsdorf zu Verzögerungen. „Nach heutigem Stand wird das Kinderhaus nicht vor Ende 2021 fertig“, erklärte der Bürgermeister. Erst dann kann der Kindergarten Villa Wirbelwind nach Karlsdorf umziehen und so Platz für den Hort machen.

Martin Woisetschläger, der in der Gemeinde für die Liegenschaften zuständig ist, hat sich die Mietverträge für die Hortcontainer angeschaut und Rücksprache mit der Firma gehalten, die sie vermietet. Demnach würde ab 1. Juli monatlich eine Gebühr von 2770 Euro netto fällig. Kauft die Gemeinde die Module, fallen Kosten in Höhe von 36 000 Euro netto an. „Bei der genannten Monatsmiete würde sich der Kaufpreis nach rund 16 Monaten amortisiert haben“, rechnete Streu vor. Genutzt werden müssten die Container aber noch länger als 16 Monate. Der zuerst aufgestellte Teil des Horts gehört bereits der Gemeinde.

„Theoretisch kann man die Module später weiternutzen“, sagte Streu. Er sprach von „Unmengen an Verwendungsmöglichkeiten“ und brachte unter anderem eine Nutzung als Obdachlosenunterkunft oder auch als Büros für Rathaus ins Spiel. „Natürlich braucht man dann den geeigneten Standort, aber ich glaube, da gäbe es viele Möglichkeiten.“

„Ich würde sagen: kaufen“, tat Josef Obermaier (CSU) seine Meinung kurz und knapp kund. Auch Franz-Josef Obermaier (AWG) plädierte für den Kauf. „Auch wenn das Kinderhaus im vierten Quartal 2021 fertig wird, muss erst der Kindergarten Villa Wirbelwind umziehen, und es gibt sicher Umbauten, damit der Hort einziehen kann. Das dauert auch ein paar Monate. Das steht dann in keiner Relation mehr“, sagte er.

Anton Oskar (CSU) wunderte der im Verhältnis günstige Kaufpreis. Er wollte wissen, ob es eine Art TÜV gebe, oder wie dieser Preis zustande kommt. Laut Streu wird sich die Firma schon die nötige Mietzeit ausgerechnet haben, die sich für sie auszahle. Mit dem Verkauf an die Gemeinde spare sie sich zudem Rückbau und Wiederverkauf oder Entsorgung.

Thorsten Scharmatinat (Grüne) wollte wissen, ob es bei den 36 000 Euro noch Spielraum gebe: „Kann man das Angebot noch drücken?“ Ob Nachverhandlungen möglich sind, will Streu prüfen. Ansonsten erteilte das Gremium ihm einstimmig den Auftrag, die Containermodule zum 1. Juli zum Preis von 36 000 Euro zu kaufen.

vam

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