Leitet den Familienstützpunkt in Forstern: Christina Schultes.
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Leitet den Familienstützpunkt in Forstern: Christina Schultes.

Christina Schultes ist die neue Leiterin

Familienstützpunkt Forstern: Beratung, Bildung, Begegnung

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Noch nicht ganz so bekannt, aber schon eingedeckt mit Beratungsgesprächen ist Christina Schultes. Die 32-Jährige leitet den Familienstützpunkt Forstern – neben Dorfen, Taufkirchen und Wartenberg einer von vier Standorten im Landkreis.

Forstern – Angestellt als Leitung des Familienstützpunkts ist Schultes, die mit ihrer Familie in Walpertskirchen lebt, seit September 2019. Die offene Beratung startete jedoch erst Mitte Dezember, weil eigene Räume fehlen. „Also nutze ich übergangsweise den Sitzungssaal des Rathauses“, erzählt Schultes, die sich und ihre Arbeit kürzlich auch im Forsterner Gemeinderat vorgestellt hat.

Beratungen wegen Corona derzeit nur telefonisch

Die offene Sprechstunde bietet sie immer donnerstags und nach Vereinbarung an. „Wegen der Corona-Krise berate ich derzeit nur telefonisch“, berichtet Schultes. Diese Gespräche führe sie auch abends, wenn die Kinder der anrufenden Eltern schon schlafen – manchmal bis nach 22 Uhr.

Der Familienstützpunkt decke mehrere Bereiche ab, einer davon die Beratung. Wo sie die nötigen Kompetenzen habe, berate sie selbst. In allen anderen Fällen vermittle sie an entsprechende Fachstellen weiter. Von Gewalt in der Familie und Erziehungskompetenzen über Ernährung und Entwicklung des Kindes bis hin zu Scheidung und Trennung der Eltern reiche das Spektrum an Fragen.

Fünf bis acht Beratungen pro Monat

„Es ist ein kostenloses Angebot vor Ort, das sehr gut angenommen wird“, sagt Schultes. Pro Monat führe sie fünf bis acht Beratungen durch – „für den Anfang ist das schon viel. Ich war selber überrascht über diese Resonanz, aber mich kennen viele schon von Krippe und Kindergarten, das war sicher ein Vorteil“, meint Schultes.

Denn die Mama einer sechsjährigen Tochter und eines dreijährigen Buben ist bereits seit 2009 in der Gemeinde Forstern angestellt. Sie war vier Jahre lang stellvertretende Leiterin der Krippe Villa Rappelkiste und arbeitete nach der Geburt ihrer Kinder weiterhin tageweise im Kindergarten.

Geplant sind auch Vorträge für Eltern

Zwei weitere Bereiche konnte Schultes indes noch nicht anbieten – einerseits aufgrund der Corona-Beschränkungen, andererseits weil die nötigen Räume nach wie vor fehlen. „Geplant sind Elternbildungsangebote wie Vorträge zu Themen, etwa Ernährung oder Medien“, sagt Schultes. Zudem will sie gemeinsam mit Erzieher Dominik Rehbein, der die Offene Jugendarbeit verantwortet, und dem sozialen Ansprechpartner Mathias Weigl Angebote schaffen.

Eigene Räume werden auch für den Bereich Begegnung gebraucht. Entstehen soll ein regelmäßiges Elterncafé, wo sich Eltern treffen und austauschen können. „Wie eine Krabbelgruppe, wo die Kinder spielen und die Eltern sich bei Kaffee und Brezen vernetzen können.“

Die fehlenden Räume sind ein großes Problem

Dass die fehlenden Räume ein großes Problem sind, machte Schultes auch in der Gemeinderatssitzung deutlich. Inzwischen fanden bereits Gespräche mit dem Volksbildungswerk (VBW) statt, das seine Räume am Gewerbering in der Regel nur abends nutzt. Hier könnte der Stützpunkt eventuell unterkommen. „Ein neutrraler Ort wäre wichtig, denn viele trauen sich vielleicht nicht ins Rathaus“, meint Schultes, die auch offen für Hausbesuche wäre.

Angebot auch für Isen, Buch und Pastetten

Die Familienstützpunkte laufen über das Landratsamt, mit dem die Gemeinde einen Kooperationsvertrag über zunächst drei Jahre geschlossen hat. Angestellt ist Schultes für zehn Stunden pro Woche bei der Gemeinde, der Landkreis übernimmt aber einen Zuschuss von 3000 Euro pro Jahr. Deshalb ist das Angebot auch für die Nachbargemeinden Isen, Buch und Pastetten gedacht. Bisher hätten jedoch nur Forsterner Eltern die Beratung in Anspruch genommen, Neubürger ebenso wie Alteingesessene.

„Es ist eine total schöne Arbeit, die mir sehr gut gefällt“, zieht Schultes eine erste Bilanz. Mit Beratungen und Selbststudium – Fortbildungen wurden aufgrund der Corona-Krise abgesagt – sei sie schon jetzt gut ausgelastet, gibt die Fachfrau zu. Und das, auch wenn es noch gar keine Veranstaltungen gebe.

Apropos: Eine Veranstaltung möchte Schultes so schnell wie möglich nachholen – sobald Räume zur Verfügung stehen und Corona es zulässt. „Es wird auf jeden Fall eine Eröffnungsfeier stattfinden“, verspricht sie und hofft: „Vielleicht als kleines Herbstfest.“

Kontakt

Christina Schultes vom Familienstützpunkt ist in der Gemeinde Forstern, Hauptstraße 15, unter Tel. (01 52) 36 41 69 43 und per E-Mail an familienstuetzpunkt@forstern.de erreichbar.

Offene Sprechstunde

Immer donnerstags von 9.30 bis 11 Uhr und von 16.30 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Vroni Macht

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