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Die Feuerwehren im Landkreis Erding waren am Sonntag im Gewerbegebiet Forstern im Einsatz.

Zwei Gefahrgut-Alarme

Anhänger verliert Flüssigkeit und ein Waggon zischt merkwürdig 

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Gleich zweimal waren am Sonntagabend und am Montagnachmittag zahlreiche Kräfte von Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Landratsamt wegen angeblich auslaufender Stoffe aus Gefahrgut-Transportern gefordert. Beide Fälle gingen glimpflich aus.

Forstern/Thann-Matzbach

 - Am Sonntag gegen 17 Uhr wurden mehr als ein Dutzend Feuerwehren aus den Kreisen Erding und Ebersberg ins Forsterner Gewerbegebiet beordert. Dort soll aus einem Gefahrgut-Anhänger eine undefinierbare Flüssigkeit ausgetreten sein. Experten der Hohenbrunner Autobahnpolizei stellten jedoch fest: Es war nur verunreinigtes Regenwasser nach einem heftigen Gewitter. Der Tankwagen leer, aber nicht gereinigt. In ihm war zuletzt ein stark riechender, brennbarer und umweltgefährdender Stoff transportiert worden. Der Container war jedoch dicht.

Dennoch wird gegen Fahrer, einen 31 Jahre alten Münchner, ermittelt. Er hätte den zur Reparatur abgestellten Hänger nicht auf offener Straße stehen lassen dürfen.

Gefahrgut-Großeinsatz im Gewerbegebiet Forstern

Keine 24 Stunden später, am Montag kurz vor 14 Uhr, wurden erneut zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert, diesmal an den Bahnhof Thann-Matzbach (Lengdorf). Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Ingolstadt berichtet auf Nachfrage, dass ein Bahnmitarbeiter bei einem Tank-Waggon ein Zischen vernommen habe. Dieser war mit einer Art Petroleum beladen. Da sich anfangs nicht klären ließ, ob es sich um ein reguläres Überdruckventil handelte, oder aber um ein Leck, wurde der Bahnhof gesperrt. Der Güterzug blieb stehen, der Personenverkehr auf der Strecke München-Mühldorf wurde für zwei Stunden eingestellt sowie eine nahe Asylunterkunft geräumt. Um 15.32 Uhr wurden laut Kammerer alle Maßnahmen aufgehoben. Im Einsatz waren erneut über 120 Kräfte von Landes- und Bundespolizei, Bahn, Rettungsdienst sowie zahlreichen Feuerwehren. 

Bilder: Zischender Tank-Waggon führt zu Großeinsatz

Der Personalaufwand ist bei diesen Einsätzen deswegen so hoch, weil damit zu rechnen ist, dass viele Menschen evakuiert werden müssen sowie Atemschutzgeräteträger in großer Zahl sowie Experten bei der Dekontamination benötigt werden.

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