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Täter schlägt immer wieder zu

Nach Banküberfall in Forstern: Kripo hofft auf neue Hinweise durch „Aktenzeichen XY ungelöst...“

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Ein Bankräuber hält die Polizei in Oberbayern in Atem - auch in Forstern schlug er im vergangenen Jahr zu. Jetzt erhofft sich die Kripo neue Hinweise durch einen Bericht bei „Aktenzeichen XY ungelöst...“.

Update vom 5. Februar 2019: In den USA stellt ein Tunnel die Ermittler vor Rätsel. Offenbar sollte auf diesem Weg ein Banküberfall vorbereitet werden.

„Aktenzeichen XY ungelöst“: Überfall auf Bank in Forstern wird Thema

Forstern - Der Überfall am 8. Dezember 2017 auf die Raiffeisen-Volksbank in Forstern wird am Mittwochabend ab 20.15 Uhr in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst . . .“ aufgerollt. Ein Unbekannter hatte an dem winterlich-kühlen Freitag kurz vor 12 Uhr die Filiale an der Hauptstraße betreten, eine Pistole des Modells Walther PPQ gezückt und drei Angestellte im Alter von 32, 37 und 55 Jahren bedroht. 

Lesen Sie auch: Aktenzeichen XY: Paar in Supermarkt brutal verprügelt - Polizei sucht live im TV nach diesen jungen Männern

Die 32-Jährige öffnete den Tresor, der Mann, der Hochdeutsch spricht, entkam mit mehreren tausend Euro. Zuvor hatte er die Mitarbeiter in einen Nebenraum gesperrt. Wenig später trafen 50 Polizisten ein, doch die Fahndung ist bis heute erfolglos. 

Fotos

Sofort nach der Tat reifte bei der Kripo Erding der Verdacht, dass ein Serientäter zugeschlagen haben könnte. Auf das Konto des etwa 25 bis 45 Jahre alten, 1,75 bis 1,85 Meter großen Mannes mit Halb- oder Stirnglatze gehen nach Erkenntnissen der Ermittler neun Überfälle, zwei davon in nur 36 Minuten – nämlich am 9. Juni 2017 in Kirchdorf/Amper und in Kranzberg. Auch diese Überfälle sollen auf das Konto des Serientäters gehen: am 18. Mai 2016 in Allach-Untermenzing, am 9. Juni 2016 in Fahrenzhausen, am 7. September 2016 in Wiedenzhausen, am 6. April 2017 in Hattenhofen und am 3. November in Tegernbach. Nach dem Verbrechen im Forstern herrschte einige Monate Ruhe. Den vorerst letzten Überfall beging er am 20. Juli dieses Jahres in Pfaffenhofen/Glonn. 

Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern-Nord weist auf einige Besonderheiten hin: „Fünf Mal hat er während der Schulferien zugeschlagen, die letzten fünf Taten beging er an Freitagen.“ Auffällig ist: Oft schlug er am neunten Tag eines Monat zu. Mit Ausnahme Forsterns liegen alle Tatorte im Nordwesten Münchens. 

Das ZDF widmet der Fahndung nach dem Schwerkriminellen nicht nur einen eigenen, neun Minuten langen Filmbeitrag. Danach wird Moderator Rudi Cerne mit Kriminaloberkommissar Alexander Ziegltrum sprechen. Der Täter wird als abgebrüht und stressresistent beschrieben. Die Zuschauer werden einige teils sehr gute Bilder aus Überwachungskameras sehen. Cerne wird darauf hinweisen, dass der Mann zuletzt abgenommen hat. In Forstern war er schwarz gekleidet und trug eine Sturmmaske. Er trat aber auch mit Cap und Sonnenbrille auf. Unterwegs war er anfangs mit einem dunklen Passat Kombi, zuletzt fuhr er vermutlich einen weißen BMW E 91. Die meiste Zeit dürfte er mit dem gestohlenen Kennzeichen PAF-E 777 unterwegs gewesen sein. 

Hinweise erbittet die Kripo Erding unter Tel. (0 81 22) 96 80. Die Belohnung beträgt 13.000 Euro.

Rund 4,6 Millionen Euro wurden aus der Commerzbank geklaut. Zunächst völlig unbemerkt. Daraus machte die Bank ein Geheimnis. Die Täter sind noch nicht gefasst.

In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ am 5. Juni wird auch die brutale Misshandlung eines Ehepaars aus Wolfsburg behandelt, wie nordbuzz.de* berichtet.

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