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Bebauung in Forstern: Platz für bis zu 630 Neubürger

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Von: Veronika Macht

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Gemeinde Forstern Ortsschild Landkreis Erding
In Forstern gibt es 7,9 Hektar Fläche, die relativ leicht bebaut werden könnten. Je nach Dichte der Bebauung würde das zwischen 270 und 630 zusätzliche Bewohner für Forstern generieren (Symbolbild). © Vroni Macht

In Forstern gibt es 7,9 Hektar, die relativ leicht bebaut werden könnten. Je nach Dichte der Bebauung würde das zwischen 270 und 630 zusätzliche Bewohner für Forstern generieren.

Forstern – Die Gemeinde Forstern wächst. Zählte sie zum Ende des vorigen Jahres bereits 3955 Einwohner, davon 3784 mit Hauptwohnsitz, so sind es aktuell 3995 und 3821 mit Hauptwohnsitz. „Laut Prognosen hätten wir diese Zahl erst im Jahr 2033 erreichen sollen“, erklärte Rathauschef Rainer Streu in der Bürgerversammlung. „Aber man sieht, wir sind Zuzugsregion, und das hat Vor- und Nachteile.“

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So müsse die Kommune nicht nur mehr Räume für die Kinderbetreuung schaffen, sondern auch bezahlbaren Wohnraum. Aus diesem Grund habe man im Februar dieses Jahres eine sogenannte Baurechtserhebung durchführen lassen. „Wir haben geschaut, wie viel Flächenpotenzial die Gemeinde hat“, erklärte Streu. Herausgekommen seien 7,9 Hektar im Innenbereich, auf denen man relativ leicht, ohne ein komplett neues Baugebiet ausweisen zu müssen, Baurecht schaffen könne. Und davon hätten fünf Hektar bereits Baurecht. Man habe auch schon alle Eigentümer dieser Flächen angeschrieben und angefragt, ob ihrerseits Interesse am Bauen bestehe. „Je nach Dichte der Bebauung würde das zwischen 270 und 630 zusätzliche Bewohner für Forstern generieren“, rechnete Streu vor.

Die Baurechtserhebung sei aber nicht nur vom Ergebnis her interessant, sondern auch für die künftige Baulandpolitik der Gemeinde nötig. Es gehe ums Flächensparen, und die Regierung von Oberbayern fordere das Gutachten ebenfalls, denn: „Ohne das zu wissen, können wir künftig keine Baugebiete mehr auf der ,grünen Wiese‘ ausweisen.“

Apropos „grüne Wiese“: Der ehemalige Gemeinderat Sebastian Hohentanner wollte in der Bürgerversammlung wissen, ob es Neues zum Thema Edeka gebe. Der Neubau soll bekanntlich quasi auf der „grünen Wiese“ neben dem Feuerwehrhaus entstehen. Zuletzt öffentlich vorgestellt wurden Planungen dafür vor zwei Jahren: mit Einkaufen im Erdgeschoss und einer weiteren Nutzung im ersten Stock – im Gespräch war damals eine Tagespflege (wir berichteten).

„Hier sind wir in gewissen Abstimmungsgesprächen, denn ich bin immer noch der Meinung, dass das nicht mit dem Flächenverbrauch passieren muss, wie er in den ersten Vorlagen geplant war“, erklärte der Bürgermeister und erinnerte an 125 angedachte Stellplätze und die aus Kostengründen ablehnende Haltung von Investor und Architekt bezüglich einer Tiefgarage.

„Wir haben von unserer Seite aus Planungen machen lassen, wie das mit einer offenen Parkpalette ausschauen könnte“, ergänzte Streu – also Parkplätze über mehrere Etagen, von der Funktion her ähnlich einem Parkhaus. Diese gemeinsamen Überlegungen mit dem Planungsverband wolle man demnächst Edeka vorstellen.

Daneben hatte Streu auch weitere Zahlen aus dem Einwohnermelde- und Standesamt dabei. So leben aktuell 680 Bürger aus 53 Nationen in der Gemeinde, wovon die Ungarn mit 122 Personen die größte Gruppe darstellten. Auch wohnen derzeit 44 Ukrainer in Forstern. Der Großteil der fast 4000 Einwohner, nämlich 2710, ist zwischen 19 und 65 Jahren alt. 521 Bürgerinnen und Bürger gehören zur Generation Ü 66, der Rest sind Kinder und Jugendliche.

Die Zahl der Geburten sei im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Waren es da insgesamt 31 Babys, so sei man jetzt schon bei 35 Geburten. Zudem wurden bereits mehr als 16 Hochzeiten gefeiert (2021: 13). Hinzu kommen 24 Sterbefälle im vorigen Jahr, für heuer nannte Streu keine Zahl. Diese sei bei den Schülern stabil: 127 Mädchen und Buben besuchen die Mittel- sowie 152 Kinder die Grundschule. Bei der Gemeinde seien inklusive Praktikanten in den Kitas und Mitarbeitern etwa in der Offenen Ganztagsschule 94 Menschen beschäftigt.

vam

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