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Ein Festtag für Alt und Jung: In fescher Tracht wurden die jungen Trachtler von einem Pferdegespann durch den Ort kutschiert.a

Leonhardi-Umritt in Preisendorf

Der Herrgott muss ein Pferdefreund sein

Der Herrgott hatte gestern ein besonderes Auge auf die Preisendorfer und schickte ihnen zu ihrem Festtag mildes Spätherbstwetter. So machten sich mehr als 1600 Pferdefreunde auf den Weg, um an einer traditionellen Brauchtumsveranstaltung der besonderen Art teilzunehmen: Im kleinen Ort Preisendorf mit den umliegenden Gemeinden Hohenlinden und Forstern fand am Sonntag der jährliche Leonhardi-Umritt statt.

Preisendorf – Hauptattraktion für die Zuschauer waren die zahlreichen Reiter und liebevoll geschmückten Kutschen aus den benachbarten Ställen. Die vierbeinigen Gäste kamen aus Parsdorf, Steinhöring, Karlsdorf, Harthofen, Walpertskirchen, Forstern, Hohenlinden, Zeilern und sogar Massenhausen.

Insgesamt 125 Pferde und Ponys umrundeten die Kirche St. Stephanus. Neben den angemeldeten Pferden hatten sich viele Reiter aufgrund des guten Wetters am Vormittag spontan noch zum Mitreiten entschlossen. Ein besonderer Höhepunkt waren dieses Jahr zwei imposante Vierspänner sowie ein süßes Eselpärchen mit zwei weiteren Eseln als Begleitung und das bewährte Ochsengespann der Familie Stocker. Sogar zwei Lamas aus Kronacker – Cara und Loana – gingen eine Runde mit. Sie alle erbaten den kirchlichen Segen zu Ehren des Heiligen Leonhard, dessen Namenstag am 6. November gefeiert wird.

Zu ihrem 14. Umritt begrüßten die Preisendorfer viele Ehrengäste, wie zum Beispiel die stellvertretende Landrätin Magdalena Föstl aus Ebersberg oder die Bürgermeister Georg Els aus Forstern und Ludwig Maurer aus Hohenlinden. Als Vertreter des Bauernverbandes fuhren neben Kreisobmann Jakob Maier Kreisbäuerin Irmgard Posch sowie Ortsbäuerin Leni Eicher mit Ortsobmann Anton Oskar in einer Kutsche vereint. Die Trachtenvereine aus Hohenlinden, Markt Schwaben, Isen und – erstmals dabei – die Dirndlschaft Hohenlinden vervollständigten den traditionellen Rahmen mit ihren aufwendig geschmückten Wagen.

Der Pfarradministrator des Pfarrverbands Maria Tading, Christoph Stürzer, nahm mit Pfarrvikar Janusz Budner die feierliche Andacht und Pferdesegnung vor. Zum glorreichen Abschluss stimmte der Hohenlindener Kirchenchor in Begleitung der Isener Blaskapelle „Großer Gott wir loben Dich“ an – und viele der Zuschauer sangen mit. Ein besonderer Moment dieser schönen Traditionsveranstaltung.

Im Anschluss an den Umritt freuten sich alle Teilnehmer und Zuschauer auf ein gemütliches Zusammensein in der Ortsmitte. So wurde auch dieses Jahr das familienfreundliche Angebot im Festzelt mit angegliederten Kaffee- und Brotzeit-Buden sehr gut besucht und der wunderschöne Sonntag konnte entspannt ausklingen.

Birgit Hubner

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