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Verlässt die Gemeinde Forstern und wird Geschäftsleiterin in der Nachbargemeinde Isen : Christine Pettinger (r.) Ihre Nachfolgerin in Forstern ist Petra Süsens (l.), die Neue im Team von Bürgermeister Georg Els (M.). 

Christine Pettinger verlässt Forstern nach Isen, Petra Süsens kommt

Fliegender Wechsel zu den Nachbarn

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Forstern Geschäftsleiterin im Rathaus wechselt nach Isen. Ihre Nachfolgerin heißt Petra Süsens.

Forstern/Isen – Als der geschäftsleitende Beamte Maximilian Sertl diesen Sommer beschlossen hat, die Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg in Richtung Bayerische Verwaltungsschule zu verlassen, hat er ein kleines Stühlerücken in den Rathäusern des Landkreises ausgelöst. Sein Nachfolger, Werner Christofori, hat kürzlich seinen Dienst angetreten und dafür seinen bisherigen Arbeitsplatz im Rathaus von Isen aufgegeben (wir berichteten). Die Isener bekommen nun eine Frau als Geschäftsleiterin: Die Neue im Team von Bürgermeister Siegfried Fischer heißt Christine Pettinger (37). Sie war bisher Geschäftsleiterin der Gemeinde Forstern. Eine Nachfolgerin ist aber auch dort schon gefunden: Petra Süsens (57).

Pettinger ist schon jetzt tageweise in Isen, ab 1. Dezember dann offiziell. „Die Übergabe läuft fließend, sodass Frau Süsens in ihre neue Aufgabe reinkommen und bei Unklarheiten Rücksprache halten kann“, freut sich Bürgermeister Georg Els. „Wir waren sehr froh, dass sich Frau Süsens beworben hat.“ Auf die Stelle sei sie im Bayerischen Staatsanzeiger gestoßen. „Ich habe mir gedacht, ich wage es noch einmal, mich komplett neuen Herausforderungen zu stellen“, sagt die 57-jährige Mutter zweier erwachsener Kinder.

Ursprünglich kommt Süsens aus Norddeutschland. In Westerstede in Niedersachsen hat sie ihre Ausbildung gemacht und war dort später Standesbeamtin und beim Ordnungsamt. Nach 37 Jahren dort verschlug es sie 2015 aus der 22 000-Einwohner-Stadt nach Hausham im Kreis Miesbach. „Ein knappes Jahr habe ich dort das Standesamt geleitet, aber das war mir zu wenig“, berichtet Süsens.

So wechselte sie nach Markt Indersdorf (Kreis Dachau), wo sie Standesamt, Ordnungsamt und Bürgerbüro verantwortete. In Forstern mit rund 3700 Einwohnern ist sie nun Geschäftsleiterin. „Ich stelle mich gerne neuen Aufgaben. Und die Aufgabenvielfalt hier hat mich gereizt“, begründet Süsens, die derzeit noch in Irschenberg lebt, ihre Bewerbung.

Wie abwechslungsreich die Arbeit als Geschäftsleiterin sein kann, das weiß Pettinger: Sieben Jahre lang war die Erdingerin für fast alle Belange rund um die Kommune zuständig – von Anträgen an den Gemeinderat bis zur Vereinsförderung. Freilich habe man dabei auch feste Aufgaben. „Aber du weißt nie, was täglich passiert. Es kommt jemand rein mit einem speziellen Problem, und man muss schauen, wie man es löst. Das macht die Arbeit spannend.“

Pettinger ist Kommunalbeamtin und war ursprünglich am Landratsamt, zuletzt im Bereich Katastrophenschutz. Im März 2011 ließ sie sich nach Forstern versetzen, wo sie ein halbes Jahr später die Aufgaben von Josef Ganter übernahm. „Ich habe sehr gern in Forstern gearbeitet“, sagt Pettinger, der es die Leute hier angetan haben. Sie seien zumeist positiv gestimmt auf ihre „Gmoa“ gekommen. „Das Ansehen ist ganz anders als bei einer großen Behörde. Das hat mich von Anfang an fasziniert“, erklärt sie. „In einer kleinen Gemeinde wie Forstern geht es relativ familiär zu. Ich kenne mittlerweile viele Leute, die werden mir schon fehlen. Aber ich freue mich total auf Isen. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“

„Jede Gemeinde hat ihre eigenen Projekte, und Isen hat mich da einfach gereizt“, erklärt Pettinger – sei es die Sanierung der Schule, die vielen Baugebiete oder die vier Feuerwehren. Außerdem habe Isen als Marktgemeinde mit rund 5800 Einwohnern andere Strukturen als Forstern. „Und es schadet nicht, neue Strukturen kennenzulernen“, ist sie sicher.

Wie es in einer kleinen Gemeinde im Speckgürtel Münchens zugeht, das erlebt Süsens seit Anfang Oktober. Ihr Fazit: „Es gefällt mir hier sehr gut.“ Die Kindertageseinrichtungen hat sie schon besucht, die erste Gemeinderatssitzung miterlebt, nun geht es ans Netzwerkeknüpfen. Kommende Woche steht eine Schulung auf dem Programm, „dann heißt es learning by doing“. Aufgaben gibt es genug: Bekanntermaßen laufen die Arbeiten fürs neue Feuerwehrhaus auf Hochtouren. Und dann wären da noch der Bauhofneubau, das Kinderhaus in Karlsdorf, die Ortsmitte…

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