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Simona Loupal (SPD/parteifrei) ist neue Vize-Bürgermeisterin von Forstern

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Von: Veronika Macht

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Neue Vize-Bürgermeisterin von Forstern ist Simona Loupal, der hier Bürgermeister Rainer Streu den Amtseid abnimmt.
Neue Vize-Bürgermeisterin von Forstern ist Simona Loupal, der hier Bürgermeister Rainer Streu den Amtseid abnimmt. © Vroni Macht

Der bisherige Vize-Bürgermeister von Forstern, Sebastian Klinger von der CSU, wurde abgewählt. Simona Loupal (SPD/parteifrei) ist die neue Stellvertreterin von Rainer Streu (AWG).

Forstern – Nicht nur Forsterns Rathauschef ist neu, auch seine Stellvertreter: In der konstituierenden Sitzung am Dienstag in der Turnhalle wurde Simona Loupal (SPD/parteifrei) zur 2. Bürgermeisterin gewählt. Der bisherige Vize, Sebastian Klinger (CSU), unterlag in geheimer Wahl mit 6:10 Stimmen. Auf einen weiteren Stellvertreter wird verzichtet, da der 1. Bürgermeister jetzt hauptamtlich ist und man sich die zusätzlichen Ausgaben sparen will.

Rainer Streu: „Unsere Haushaltslage ist angespannt“

Sparen – das hat die Gemeinde auch bitter nötig, wie Rathauschef Rainer Streu (AWG) in seiner Antrittsrede anklingen ließ. Er wolle „von Anfang an offen und ehrlich sein“, sagte Streu: „Unsere Haushaltslage ist angespannt.“ Die Rechtsaufsicht im Landratsamt habe ihm ans Herz gelegt, das in der ersten Sitzung gleich so zu kommunizieren. Zu Jahresbeginn habe Forstern noch 141 000 Euro in der Rücklage gehabt. Durch Aufnahme eines weiteren Darlehens habe dem Haushalt etwas Luft verschafft werden müssen. Somit werde die Pro-Kopf-Verschuldung am Ende des Jahres auf 2825 Euro anwachsen – „damit sind wir laut Landratsamt absoluter Spitzenreiter im Landkreis“, sagte Streu. Hinzu komme, dass ungewiss sei, wie sich die Corona-Krise auf die Steuerkraft auswirken wird. Investitionen werde sich der Gemeinderat also sehr gut überlegen müssen.

Streu beschwört „vertrauensvolle Zusammenarbeit der Fraktionen“

Seine erste Ratssitzung als Bürgermeister bezeichnete Streu als „ganz besonderen Moment“. 24 Jahre lang habe Georg Els die Sitzungen eröffnet, „ab heute liegt es an uns, Verantwortung für die Gemeinde und ihre 3700 Einwohner zu übernehmen“. Dafür beschwor Streu eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit der Fraktionen“.

Vor seiner Antrittsrede hatte Erwin Nominacher (SPD) als ältestes Ratsmitglied Streu den Amtseid abgenommen. Er wünschte ihm im Amt „ein glückliches Händchen und das nötige Fingerspitzengefühl, damit wir am Ende der Legislaturperiode sagen können: Es war ein Erfolg“.

Diskussion um Besetzung der Ausschüsse

Für Diskussionen sorgte die Frage nach der Besetzung der Ausschüsse. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Stärke von Bau- und Umwelt-, Kindertageseinrichtungen- sowie Rechnungsprüfungsausschuss (hier inklusive Vorsitzendem) bei jeweils sieben Mitgliedern zu belassen.

Stefan Ganghofer (CSU) schlug vor, die Anzahl auf sechs Mitglieder zu reduzieren, weil das die Stärkeverhältnisse im Gemeinderat mehr widerspiegele. Mehrere andere Räte schlossen sich dieser Meinung an. Durch die neue Fraktion der Grünen sei die Verteilung bei einem Sechserausschuss gerechter, meinte etwa Anton Oskar (CSU).

Die neuen Forsterner Gemeinderäte (v. l.): Sina Kiel, Thorsten Scharmatinat und Maria Feckl von den Grünen, Josef Obermaier von der CSU, Bürgermeister Rainer Streu (AWG) sowie Georg Els jun., Marlene Pawelczyk, Markus Fritsch und Florian Neglia von der AWG. Die Gratulation per Händedruck musste aufgrund der Corona-Krise entfallen.
Die neuen Forsterner Gemeinderäte (v. l.): Sina Kiel, Thorsten Scharmatinat und Maria Feckl von den Grünen, Josef Obermaier von der CSU, Bürgermeister Rainer Streu (AWG) sowie Georg Els jun., Marlene Pawelczyk, Markus Fritsch und Florian Neglia von der AWG. Die Gratulation per Händedruck musste aufgrund der Corona-Krise entfallen. © Vroni Macht

Ganz anders sah das Franz-Josef Obermaier (AWG). Vor allem beim beschließenden Bauausschuss hielt er sechs Mitglieder für zu wenig. „Wir sollten sieben auf jeden Fall beibehalten und nicht nur auf die Stärken achten, denn die Partei hat beim Bauausschuss noch nie eine Rolle gespielt“, meinte er.

Sechs Mitglieder im Bauausschuss, sieben in den anderen beiden

Letztlich fiel knapp mit 9:8 Stimmen die Entscheidung für eine Sechserbesetzung im Bauausschuss. In Kita- und Rechnungsprüfungsausschuss bleiben es sieben Mitglieder. Der Sportreferent wurde zum Sport- und Vereinsreferenten erweitert, außerdem gibt es neu die Posten der Klimaschutz- und Energiereferenten.

Der Gemeinderat hat zudem festgelegt, dass Streu für „durch das Amt bedingte Mehraufwendungen in der Lebensführung“ eine Dienstaufwandsentschädigung in Höhe von 242,91 Euro monatlich bekommt. Das ist die Untergrenze des möglichen Rahmens und laut Verwaltung auch der finanziellen Lage der Gemeinde geschuldet. Vize-Bürgermeisterin Loupal bekommt als Entschädigung monatlich 450 Euro netto. Dieser Satz bleibt unverändert wie bisher, ebenso das Sitzungsgeld mit 35 Euro.

Ausschüsse & Referenten

Bau- und Umweltausschuss: AWG: Franz-Josef Obermaier (Stellvertreter: Marlene Pawelczyk), Peter Feckl (Georg Els); CSU: Stefan Ganghofer (Gerhard Eicher), Anton Oskar (Sebastian Klinger); SPD: Erwin Nominacher (Simona Loupal); Grüne: Thorsten Scharmatinat (Maria Feckl).

Kindertageseinrichtungenausschuss: AWG: Pawelczyk (Obermaier), Markus Fritsch (Florian Neglia), Els (P. Feckl); CSU: Eicher (Ganghofer), Josef Obermaier (Klinger); SPD: Loupal (Nominacher); Grüne: Sina Kiel (M. Feckl)

Rechnungsprüfungsausschuss: AWG: Els, P. Feckl, Fritsch; CSU: Oskar, Eicher (Vorsitzender); SPD: Nominacher; Grüne: M. Feckl (stellvertretende Vorsitzende)

Jugendreferenten: Loupal, Pawelczyk; Seniorenreferenten: Klinger, M. Feckl;

Sport- und Vereinsreferenten: Scharmatinat, Els;

Klimaschutz- und Energiereferenten (neu): Oskar, M. Feckl;

Verbandsräte für den AZV: Neglia (F.-J. Obermaier), Ganghofer (Klinger);

Verbandsräte für den Zweckverband Wasserversorgung Forst-Nord: J. Obermaier (Oskar), F.-J. Obermaier (Neglia), Nominacher (M. Feckl)

Vroni Macht

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