So soll der neue Forsterner Recyclinghof aussehen: Die Skizze zeigt rechts in Bild die frei zugänglichen Container für Dosen, Glas und Altpapier, dahinter die Behälter im umzäunten Bereich. Den Verkehr will man über eine Einbahnregelung durch den Recyclinghof führen. Skizze: Gemeinde Forstern

Eröffnung könnte schon im Herbst 2020 sein

Tiefergelegte Container und mehr Platz: So wird der neue Forsterner Recyclinghof

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In Forstern entsteht im Gewerbegebiet auf rund 2000 Quadratmetern ein moderner Recyclinghof.

Forstern– Mehr Komfort und mehr Platz soll der neue Forsterner Recyclinghof bieten. Wie berichtet, wird der Wertstoffhof vom Hirschbachweg hinter Feuerwehrhaus und altem Bauhof ins Gewerbegebiet Am Steinfeld umziehen. Der alte Standort wurde 1993 dem Landkreis zur Verfügung gestellt. Dieser musste seinerzeit keine Investitionen für bauliche Anlagen tätigen. Jetzt übernimmt er gemäß Vereinbarung die Kosten in Höhe von rund 593 000 Euro.

Container für Alteisen, Grüngut und unbehandeltes Holz werden abgesenkt

Auf dem gemeindeeigenen Grundstück am Gewerbering wird ein modernes Angebot entstehen. Das Besondere daran: Die Container für Alteisen, Grüngut und unbehandeltes Holz werden abgesenkt: Die Besucherebene soll sich auf Normalniveau befinden, während die Logistikebene 1,60 Meter darunter liegt. Dadurch entfällt für die Besucher das Treppensteigen. „Das kostet uns ein paar Meter mehr, denn wir brauchen eine Rampe für die Lastwagen, die die Container dann leeren“, erklärte Bürgermeister Georg Els (AWG). Dennoch sei diese Lösung gerade für ältere Bürger oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen ein enormer Vorteil.

Oskar (CSU): „Was passiert, wenn wir das hintere Grundstück erschließen wollen?“

Der Strukturausschuss des Kreistags hat Mitte September die Planungen bereits abgesegnet. Jetzt hat auch der Forsterner Gemeinderat zugestimmt – wenn auch mit zwei Gegenstimmen. Eine davon kam von Anton Oskar (CSU). Er hatte den Entwurf zwar als „gelungene Sache“ bezeichnet. Doch bemängelte er, dass zum westlichen Teil des eher schmalen, dafür umso längeren Grundstücks bei der aktuellen Planung keine Zufahrt bestehe.

Der Wertstoffhof soll auf rund 2000 Quadratmetern angrenzend an den Gewerbering entstehen und im Norden sowie Süden jeweils rund einen halben Meter Eingrünung bekommen.

„Was passiert, wenn wir das hintere Grundstück mal erschließen wollen? Kann man nicht die Planung zusammenschieben, um schon jetzt eine Zufahrt zu erhalten?“, wollte Oskar wissen.

Bürgermeister Els erklärte, dass – sollte man den hinteren Bereich erschließen wollen – das im Zuge einer Rahmenplanung erfolge. Und wenn der Gemeinde kein Grund gehöre? „Dann muss man eben schauen, dass er uns gehört“, meinte Els und verwies lediglich auf die nichtöffentliche Sitzung, in der er mehr dazu sagen könne. Diese Erklärung reichte Oskar nicht für eine Zustimmung.

Ausschreibungen über den Winter, Eröffnung im Herbst 2020 möglich

Mehrheitlich will das Gremium den Entwurf jedoch weiterverfolgen. Das Ingenieurbüro soll jetzt die Feinplanung erarbeiten, die Verwaltung soll die Fortschreibung des Flächennutzungsplans und die Änderung des Bebauungsplans in die Wege leiten. „Dann können die Ausschreibungen über den Winter oder im Januar erfolgen, und theoretisch könnten wir nächstes Jahr im Herbst den Recyclinghof eröffnen“, sagte Els.

Der Bereich mit den Containern für Alteisen, Grüngut und unbehandeltes Holz sowie Lager, Büro und weiteren Sondermüllflächen auch für Bauschutt wird – je nach Beschluss des Gemeinderats – bedarfsmäßig geöffnet sein. Derzeit ist der Wertstoffhof zweimal wöchentlich, dienstags und samstags für je zwei bis drei Stunden, offen.

Außerhalb des umzäunten Bereichs befindet sich der frei zugängliche Containerplatz für Dosen, Altglas und -papier. Ein solcher ist in der Gemeinde bisher nur in Preisendorf vorhanden, „und der neue Recyclinghof wird dort eine deutliche Entlastung bringen“, ist sich Els sicher. Er stellte klar, dass man „der Landkreisdeponie keine Konkurrenz machen wolle.

vam

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