+
Den Bauwagen auf Vordermann bringen wollen (v. l.) Rainer Streu ( Jugendreferent mit seinem Sohn Jona), Anja Baumann (KJR Erding), Michael Hobelsberger (Beirat), Simona Loupal (Jugendreferentin), Antonia Obermaier und Niloufar Azizi (beide Beirat). Nicht im Bild: Xenia Hötscher und Lorenz Nagler (beide Beirat).

Forsterner Jugendtreff

Basteln am Bauwagen

  • schließen

Bis der Forsterner Bauwagen zum hoffentlich beliebten Jugendzentrum wird, ist noch einiges zu tun.

Forstern So ein bisschen was von „Löwenzahn“ und Peter Lustig hat der Forsterner Bauwagen schon an sich. Aber freilich sieht das neue Jugenddomizil an seinem Standort unmittelbar an Dirtbike-Anlage, Fußballplatz und Radlwerkstatt noch nicht so hübsch aus. Damit es vorangeht, hat sich der neue Bauwagenbeirat mit den Forsterner Jugendreferenten Simona Loupal und Rainer Streu sowie Anja Baumann vom Kreisjugendring Erding zu einer ersten Bestandsaufnahme getroffen.

Der Beirat besteht aus Niloufar Azizi (16), Toni Obermaier (14), Xenia Hötscher (15) und Michael Hobelsberger (13). Einem knallharten Auswahlverfahren musste sich das Quartett nicht stellen: „Wir waren die einzigen, die sich gemeldet hatten“, erzählte Hobelsberger. Zwei seiner Freunde hätten im Beirat noch mitmachen wollen, dann aber am Stichtag keine Zeit gehabt. Als Erwachsenen-Vertreter gehört auch Lorenz Nagler von den Dirtbikern zu den Wagen-Hütern.

Bis der Bauwagen zum hoffentlich beliebten Jugendzentrum wird, ist noch einiges zu tun. Das betagte Nutzfahrzeug hat schon eine Karriere als privater Partyraum hinter sich. Davon zeugt auch die Innenausstattung, die es sich aber teilweise zu erhalten lohnt. Jetzt hat der Beirat beschlossen, Musikanlage, Bänke, Tisch und Ledercouch erst mal stehen zu lassen. Die jungen Leute entdeckten in einem Schrank sogar noch eine Nebelmaschine und die entsprechende Flüssigkeit. „Der Ofen muss aber raus“, sagte Loupal. Aus Sicherheitsgründen soll der Holzofen weichen und einer Elektroheizung Platz machen. Der Strom kommt vom Fußballplatz und wird von einem Fachmann verlegt.

Trotz einer gefährlich grummelnden Gewitterfront haben die jungen Leute und ihre Helfer jüngst Hand angelegt und altes Holz sowie anderen Müll per Personenkette in Loupals Multivan verladen. Als nächstes soll die frühere Bauarbeiter-Unterkunft gestrichen werden, der Farbton steht aber noch nicht fest. „Bis zum 21. Juli sollte der Wagen aber hübsch sein“, hofft Loupal. Denn dann gibt es auf der Dirtbike-Strecke den Redneck-Jam 2018, eine große BMX- und Mountainbike-Show mit vielen Besuchern.

Als Jugendtreffpunkt muss der Wagen erst mal bekannt werden. Laut vorläufiger Planung wird täglich von nachmittags bis 20 oder 21 Uhr jemand vom Beirat vor Ort sein, am Wochenende auch bis 22 Uhr. Neben der Renovierung muss bis dahin auch noch eine Hausordnung geschrieben werden. Was die Kosten für die Materialien betrifft, so steht den jungen Leuten ein kleines Budget der Gemeinde zur Verfügung – „aber wir freuen uns über alles, was wir als Spende bekommen“, so Loupal.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Vom Bierteufel zum „10er“
Festlwirt – Kurvenwirt – Bierteufel – Saltire – das Lokal am Ende der Langen Zeile in Erding hatte schon viele Namen und ein lange Geschichte. Jetzt macht es wieder auf …
Vom Bierteufel zum „10er“
Audi-Fahrer mit Brüchen am Brustkorb im Klinikum
Er hatte keine Chance. Auf dem Weg in Richtung Taufkirchen rammte ein Transporter seinen Audi. Der Autofahrer musste am Ende ins Klinikum Erding.
Audi-Fahrer mit Brüchen am Brustkorb im Klinikum
Der Bürgermeister hat keine Zeit für Urlaub
Straßenbauarbeiten, Brückensanierungen, Recyclinghof, Feuerwehrhaus und, und, und: In der Gemeinde Bockhorn gibt es in den Sommerferien viel anzupacken oder zu planen. …
Der Bürgermeister hat keine Zeit für Urlaub
Wie gut, dass es die Rosi gibt
Volksfest ist für Rosmarie Grübel eigentlich das ganze Jahr. Sie zieht von März bis Oktober von Festzelt zu Festzelt. 20 Jahre lang macht die Rosi, wie sie gerufen wird, …
Wie gut, dass es die Rosi gibt

Kommentare