Der Baubeginn rückt näher

Els: „Der Investor steht Gewehr bei Fuß“

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Es waren ehrgeizige Pläne: Ein Edeka-Vollsortimenter (1200 Quadratmeter Verkaufsfläche) mit Getränkemarkt im gleichen Gebäude (400 Quadratmeter), ein Penny-Discounter (800 Quadratmeter) direkt daneben und dann auch noch ein Drogeriemarkt: So hatte sich vor zwei Jahren ein Investor die Planungen fürs Forsterner Gewerbegebiet an der Staatsstraße 2331 vorgestellt.

Forstern Bekanntermaßen haben dem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) und das Landesentwicklungsprogramm (LEP) einen Strich durch die Rechnung gemacht: In einer Gemeinde ohne Zentrumsfunktion – und dazu gehört Forstern – dürften an einem Standort keine drei Einzelhändler entstehen, da sonst das LEP ausgehebelt werde.

Seitdem Bürgermeister Georg Els (AWG) im Dezember 2017 im Gemeinderat von dieser Entwicklung berichtet hatte, war es ruhig geworden um das Projekt – zumindest in der Öffentlichkeit. Hinter den Kulissen hat sich jedoch einiges getan. Der städtebauliche Vertrag ist fertig, der Investor hat einen Kaufvertrag erarbeitet, der Vertrag für den Tausch von Grundstücken ist unter Dach und Fach.

„Der Investor steht jetzt Gewehr bei Fuß“, erklärte Els im Gespräch mit der Heimatzeitung. Immerhin hat sich – unter anderem durch die Urteile des BayVGH – der Baubeginn immer wieder verzögert. Zuletzt war beispielsweise Herbst 2018 angepeilt gewesen. Els rechnet damit, dass bis spätestens Jahresmitte 2019 Genaueres zum Zeitfenster feststeht.

Schließlich müsse auch der Bebauungsplan für das Areal, das ans neue Feuerwehrhaus angrenzt, noch aufgestellt werden. Darin integriert sein wird auch eine Zufahrtsstraße zu den dahinter liegenden Feldern. Geplant ist derzeit ein Edeka-Lebensmittelmarkt mit separatem Getränkemarkt. Endgültig ist dies aber noch nicht.

Als „wichtige Entwicklungschance für die Gemeinde“ und „großen Vorteil für die Bevölkerung“ sieht Els den Umzug des Marktes näher an den Ortskern. Was dann mit dem alten Gebäude am nördlichen Ortsausgang beim Sportgelände geschieht? „Das muss man dann schauen. Die Eigentümer jedenfalls sind ziemlich offen, was hernach auf dem Grundstück passiert“, sagt Els.

Zügig voran geht es beim neuen Forsterner Feuerwehrhaus. Der Rohbau steht längst, und im Herbst soll der neue Bauhof angepackt werden. Erreichbar wird das gesamte Areal dann auch fußläufig von Tading her sein. Wie berichtet, hat die Gemeinde Flächen gekauft, um einen Verbindungsweg für Fußgänger zu realisieren. Geht der neue Bauhof dann erst einmal in Betrieb, wird auch der Recyclinghof umziehen. Er ist bislang auf dem Bauhofgelände am Hirschbachweg zu finden. Ein möglicher neuer Standort dafür könnten gemeindeeigene Flächen im Gewerbegebiet Am Steinfeld sein.

Im Herzen Forsterns wäre dann Platz für weitere Entwicklungen, etwa für Geschosswohnungsbau. Dafür könnte die Gemeinde über das Kommunale Wohnraumförderungsprogramm eine ordentliche Finanzspritze vom Freistaat bekommen.

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