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Der Parkplatz am Friedhof in Forstern wird saniert. Unter anderem sollen auch die als Begrenzung dienenden Holzbalken, hier rechts unten im Bild, erneuert oder gegen Steine ausgetauscht werden. 

Friedhof Forstern   

Neue Wege und mehr Licht

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Die Gemeinde Forstern gestaltet ihren Friedhof barrierefrei. Außerdem wird der Parkplatz dort saniert, denn gerade bei Regen nutzt den so gut wie niemand.

Forstern– Wer mit Rollator, Rollstuhl oder auch nur dem Gehstock auf den Forsterner Friedhof will, hat bisher große Probleme. Denn auf den Hauptwegen und zwischen den Grabreihen türmt sich der Riesel. „Unser Friedhof ist in keiner Weise barrierefrei“, sagte Bürgermeister Georg Els (AWG) im Gemeinderat und gab zu, dass die Schuld daran auch die Gemeinde treffe.

Immerhin schütte sie regelmäßig Riesel nach, was dazu führt, dass der inzwischen zentimeterhoch steht und man mit Rollator & Co. regelrecht darin versinkt. „Ich habe schon Beerdigungen erlebt, bei denen Rollstuhlfahrer getragen werden mussten. Es ist einfach beschämend, wenn man alte Leute sieht, die sich dort schwer tun“, bekannte Els.

Eine Lösung könnte sein, nur die Hauptwege zu pflastern oder mit versickerungsfähigem Mineralbeton zu versehen. Alternativ könnte man alle Wege, auch zwischen den Grabreihen, derart gestalten. Was beide Varianten kosten, soll die Verwaltung nun ermitteln. Gleichzeitig will die Gemeinde mit der Kirche Kontakt aufnehmen und nachfragen, ob sie ihren Bereich des Gottesackers ebenfalls barrierefrei gestalten will. Els habe bereits Gespräche mit Pfarrer Christoph Stürzer geführt. „Die waren ganz positiv“, berichtete er.

In diesem Zusammenhang sprach der Bürgermeister auch eine andere Unterhaltung mit dem Pfarrer an. „Es kommt die Zeit, in der mehr Konfessionslose beerdigt werden“, prophezeite Els. Auch für sie müsse ein vernünftiges Verabschieden möglich sein – in einer Art Gebetsraum im Gotteshaus zum Beispiel. In einem ersten Gespräch über dieses Thema sei die Kirche vor Ort „sehr aufgeschlossen“ gewesen.

Barrierefrei ist der Parkplatz vor der Kirche bereits. Doch er ist schon 25 Jahre alt. „Eine vernünftige Nutzung ist vor allem bei schlechtem Wetter kaum möglich. Wenn es geregnet hat, kann man fast nicht mehr aussteigen, so ein Batz ist da“, erklärte Els. Entsprechend ungern werde die Stellfläche genutzt: „Lieber fahren die Leute sogar zum Kriegerdenkmal rein.“

Laut Els könnte man den Mineralbeton auf dem Parkplatz abschaben und erneuern. Die Holzbalken, die den Platz einfassen, müssten auch ausgetauscht werden. Der Bürgermeister schlug vor, Granitsteine als Begrenzung zu verwenden. „Je nach Ausführung ist das nicht ganz billig“, sagte Els und rechnet mit 30 000 bis 40 000 Euro Gesamtkosten. Des Weiteren sollen ein Weg vom Parkplatz zum Gehweg in Richtung Hirschbachwirt entstehen und die Beleuchtung auf dem Platz ausgebaut werden.

Sebastian Hohentanner (SPD/Grüne) fand: „Wenn wir das anpacken, dann sollten wir es g’scheit machen“ und zum Beispiel die Hauptfahrtwege pflastern. Auch Stefan Ganghofer (CSU) sprach sich dafür aus, zumindest die Einfahrt zu pflastern. Die Stellplätze selbst könnte man wieder in Granitbeton ausführen.

Franz-Josef Obermaier (AWG) plädierte für die günstigste Variante – den Mineralbeton erneuern – und gegen eine Teilpflasterung. Granitsteine als Begrenzung seien zwar schön, jedoch hielten die wesentlich günstigeren imprägnierten Hölzer auch bis zu 15 Jahre.

Die Verwaltung soll nun Angebote einholen – sowohl gestalterisch als auch von den Kosten her. Darin inbegriffen sind auch mehr Beleuchtung sowie die Wegeführung zu Friedhof, Kirche und Wirt.

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