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Seit fast einem Jahr unter anderem im Forsterner Jugendsport freiwillig aktiv: Dominic Masion.

FSJler Dominic Masion

Sportlicher Spaßvogel mit sozialer Ader

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Forstern - Spaß am Sport hatte Dominic Masion (19) schon immer. Im vergangenen Jahr hat er seine Leidenschaft geteilt – im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) bei FC Forstern und Gemeinde.

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) in Forstern scheint zum Erfolgsmodell zu werden. Nachdem die Premiere mit dem ersten FSJler in der Geschichte von Sportverein und Gemeinde vor zwei Jahren geglückt war, geht auch die zweite Runde erfolgreich zu Ende. Dominic Masion (19) ist seit vergangenem Herbst freiwillig engagiert. Zum 31. August endet sein FSJ, doch wegen Urlaubstagen ist Masion nur noch rund drei Wochen vor Ort.

Die Idee, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren, kam dem jungen Mann aus Forstern schon vor einigen Jahren. „In der elften Klasse haben wir eine Berufsmesse besucht. Dort gab es einen Stand der Bayerischen Sportjugend mit Informationen über das FSJ“, berichtet Masion. Sein Kumpel Johannes Scharmatinat, ein Jahrgang über ihm und ebenfalls aus Forstern, war damals auch begeistert – und wurde im Herbst 2014 prompt der erste FSJler in Sportverein und Gemeinde.

Über Scharmatinat ist dann auch Masion auf die Idee gekommen, sich zu bewerben. „Er hat so viele tolle Sachen erzählt, dass ich das auch unbedingt machen wollte“, sagt der 19-Jährige, der im Mai 2015 am Erdinger Anne-Frank-Gymnasium sein Abitur abgelegt hat.

Und so war er in den vergangenen Monaten sowohl beim FC Forstern, als auch in der Gemeinde aktiv. „Meine Aufgaben waren breitgefächert“, sagt Masion, der eine eigene D-Jugend-Mannschaft trainiert und die Trainer der B-, C- und F-Jugend unterstützt hat. Als langjähriger Kicker beim FCF – derzeit in der A-Jugend, ab der nächsten Saison bei den Herren – war der Einsatz im Fußball für ihn „a gmahde Wiesn“. Apropos: Auch die Platzpflege mit Rasenmähen und Linienstreuen gehörte zu seinen Tätigkeiten. Darüber hinaus hat Masion auch beim Geräteturnen sowie bei Festen und Veranstaltungen wie dem Senioren-Tennis-Turnier geholfen.

Auch bei seiner Arbeit in der Gemeinde lag der Schwerpunkt auf Sport: Im Kindergarten hat Masion mit den Kleinen geturnt und in der Mittelschule Sport unterrichtet. Daneben hat er in der Mittagsbetreuung gearbeitet, Fünftklässlern Sprachunterricht gegeben und im Sekretariat der Schule ausgeholfen.

Ab Herbst startet Masion ins Studium. Den Studienplatz für BWL an der Hochschule der Bayerischen Wirtschaft in Riem hat er schon in der Tasche. „Dann kann ich zum Beispiel immer noch in die Richtung Sportmanagement gehen“, sagt Masion und gibt zu: Einen Traumberuf, den er unbedingt ausüben will, hat er nicht. „Es gibt nicht einfach eine Sache, die mir am meisten Spaß macht. Ideal wäre ein Beruf mit viel Abwechslung.“

Das FSJ jedenfalls kann der junge Mann nur empfehlen. „Es ist klasse und die Arbeit mit den Kindern ist toll“, erzählt Masion. Sie alle hätten ihre eigene Persönlichkeit – vom ganz Kleinen bis zum Teenager.

„Ich habe sehr viel mitgenommen aus meinem Freiwilligen Sozialen Jahr“, fasst Masion zusammen. Er findet das Angebot des FSJ enorm wichtig, auch für die Kinder. „Die brauchen manchmal einen Spaßvogel, der ein bisschen was mitmacht“, sagt er lachend. Darum macht Masion auch schon fleißig Werbung bei potenziellen Nachfolgern: Die Neuntklässler der Mittelschule Forstern habe er schon begeistern können. „Sie halten das für eine gute Sache“, sagt Masion.

Für das Schuljahr 2016/17 jedenfalls gibt es bereits einen neuen FSJler: Benjamin Scharmatinat, der jüngere Bruder des ersten Forsterner Freiwilligen Johannes Scharmatinat. Und auch er ist kein Unbekannter in der Forsterner Fußball-Szene: Benjamin Scharmatinat spielt ebenfalls beim FC Forstern.

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