Zeigen ihre Erfindung (v. l.): Stefan Roglmeier und Hans Feckl mit ihrem Getränkekistenhalter. Dieses Bild ist noch vor der Corona-Krise entstanden.
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Zeigen ihre Erfindung (v. l.): Stefan Roglmeier und Hans Feckl mit ihrem Getränkekistenhalter. Dieses Bild ist noch vor der Corona-Krise entstanden.

Crowdfunding-Kampagne soll im Juli starten

Startup erfindet Halter fürs Rad: Damit der Kasten-Transport sicher klappt

Hans Feckl aus Preisendorf und sein Kommilitone Stefan Roglmeier stellen mit seinem Startup Getränkekistenhalter für den Fahrradgepäckträger her. Jetzt starten sie eine Crowdfunding-Kampagne.

Preisendorf– Auf das anstrengende Kastenschleppen für WG-Partys hatten zwei Münchner Studenten keine Lust mehr. Kurzerhand gründeten sie das Startup Funcoo, das Getränkekistenhalter für Fahrräder herstellt. Einer dieser beiden Studenten ist Hans Feckl aus Preisendorf in der Gemeinde Forstern.

„Wir wollten zunächst eine Lösung kaufen, haben aber nichts für das Rad gefunden“, erzählt der 24-Jährige. Ein erster Versuch war dann, die Kästen seitlich mit Kabelbindern zu fixieren – eine fragile Konstruktion. Mit seinem Kommilitonen und WG-Mitbewohner Stefan Roglmeier, den er im Maschinenbaustudium kennengelernt hatte, tüftelte er ab diesem Zeitpunkt an einem Prototypen. Beide hatten schon eine technische Ausbildung hinter sich und so das nötige Knowhow.

Geeignet für Kästen mit einem Maximalgewicht von je 25 Kilogramm

„Im Zentrum stand immer das Rad als nachhaltiges Transportmittel“, erzählt Feckl. Heraus kam ein Getränkekistenhalter aus Edelstahl, der auf jedem Gepäckträger in kürzester Zeit montiert werden kann. An beiden Seiten lassen sich so Kästen mit einem Maximalgewicht von je 25 Kilogramm transportieren. Laut Feckl wirke sich die Last kaum auf das Fahrgefühl aus.

Die beiden Tüftler konnten auch schon die ersten Lorbeeren für ihre Arbeit ernten. Beim Strascheg-Award – der Ideenwettbewerb der Hochschule München – erreichten die beiden Freunde den dritten Platz und erhielten ein Preisgeld von 2000 Euro. Außerdem wurden sie in ein Förderprogramm der Hochschule München aufgenommen (Startupleague), in dem junge Unternehmer mit finanziellen Mitteln und dem Wissen erfahrener Mentoren unterstützt werden.

Im Juli soll eine Crowdfunding-Kampagne starten

Von Oktober bis Dezember 2019 ließen die beiden Studenten erste Prototypen bei verschiedenen Herstellern anfertigen und testeten diese auf ihre Verwendbarkeit. Im März dieses Jahres gründeten Feckl und Roglmeier offiziell ihr Unternehmen Funcoo UG. Für Juli 2020 planen die zwei Studenten eine Crowdfunding-Kampagne, mit der die erste Serienfertigung finanziert werden soll. Diese findet auf der Plattform Kickstarter statt, bei der man die jungen Unternehmer durch eine Vorbestellung unterstützen kann.

Aktuell gibt es den Halter in Anthrazit matt, in Zukunft sollen auch weitere Farben produziert werden. Wer sich näher mit dem Produkt beschäftigen möchte, kann dies auf der Homepage des Unternehmens www.funcoo.de tun. 

Alexander Lotz

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